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Salze
einer Lösung des schwefelsauren Natrons krystallisirt nämlich
in allen unter 33° liegenden Temperaturen das Salz NaO.S0 8+ 10 Hü (Glaubersalz); aber in Temperaturen über 33° kry-stallisirt nur wasserfreies Salz: NaO . S0 3 . Der Rückkehrpunktder Curve, für die Abscisse 33". füllt also mit einer Verände-rung in der Zusammensetzung des Salzes zusammen. Der ersteZweig der Curve, welcher zwischen 0 und 33° liegt, bezieht sichauf die Löslichkeit des wasserhaltigen, schwefelsauren Natrons ;der zweite zwischen 33° und dem Siedepunkt der gesättigtenSalzlösung liegende Zweig stellt die Löslichkeit eines anderenSalzes, des wasserfreien, schwefelsauren Natrons (NaO . S 0 3 ) dar.
298. Ks ist hier die Bemerkung nicht überflüssig, dass dasvorher Erwähnte sich nur auf die Löslichkeit der Salze in rei-nem Wasser bezieht, indem die Löslichkeit derselben in Wasser,welches schon andere Salze gelost enthalt, bedeutend sich ändert.Eine in einer bestimmten Temperatur gesättigte Lösung 'von sal-petersaurem Kali kann z. B. bei dieser Temperatur weiter keinsalpetersaures Kali aufnehmen; lost man aber vorher eine ge-wisse Menge von Kochsalz darin auf, so hat dieselbe Losungdas Vermögen, noch sehr viel salpetersaures Kali aufzulösen, sodass also die Löslichkeit des salpetersauren Kalis in einer Koch-salzlösung grösser ist, als in reinem Wasser. Dagegen ist dieLöslichkeit des salpetersauren Kalis in einer Lösung von Chlor-kalium kleiner als im Wasser. Wenn daher letzteres Salz siehin einer gesättigten Lösung von Salpetersäuren) Kali auflöst, soscheidet es eine gewisse .Menge des salpetersauren Salzes inKrystallen ab.
Die Erfahrung hat gelehrt, dass bei zwei Salzen, welche so-wohl verschiedene Säuren, als auch verschiedene Hasen enthal-ten, so dass also eine doppelte Zersetzung stattfinden kann, durchdie Gegenwart des einen Salzes die Löslichkeit des anderenvermehrt werden kann. In dieser Weise vergrössert das Chlur-natrium die Löslichkeit des salpetersauren Kalis, weil sich salpe-tersaures Natron und Chlorkalium bilden, welche wenigstens inTemperaturen über '25" leichter löslich sind, als Chlornatriuinund salpetersaures Kali. Enthalten dagegen die zwei Salze eineund dieselbe Basis oder eine einzige Säure, so kann zwischenihnen keine doppelte Zersetzung stattfinden, und durch die Ge-genwart des einen Salzes nimmt die Löslichkeit des anderen Sal-zes niemals zu. sondern meistens ab, und nur in gewissen Füllenbleibt die Löslichkeit des einen Salzes unverändert, die des an-deren aber wird stets verringert Aus diesem Grunde löst eine