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(' hlorschwefel.
Zur Darstellung dieser Verbindungen wendet man folgendenApparat (Fig. 108) an.
In dem Kolben A entwickelt man Chlorgas aus Chlorwasser-stoffsaure und Manganhyperoxyd; das Gas wird in der mitWas-
Fig. 10
ser gefüllten Flasche B gewaschen, und hierauf in der folgendenmit Chlorcalcium gefüllten Röhre getrocknet.
Die Retorte D enthalt Schwefel; der Hals derselben geht ineine durch fliessendes Wasser kalt gehaltene Vorlage E.
Man lasst das Chlor sich langsam entwickeln und erhitztden Schwefel-in der Retorte über 100"; das Chlorgas wird bisfast auf die Oberflache des geschmolzenen Schwefels geleitet, undda es hierbei mit überschüssigem Schwefeldampl in Berührungkommt, so bildet sich nur die erste Verbindung C1S„ welche, sowie sie entstanden ist, uberdcstillirt. Man leitet die Operationfort, bis der Schwefel in der Retorte fast vollständig verschwun-den ist. Der in der Vorlage aufgesammelte Chlorschwefel ent-halt überschüssigen Sehwefel beigemengt, welchen man leichtdurch abermalige Destillation trennen kann. Da der Schwefelviel schwerer flüchtig ist als der Chlorschwefel, so bleibt, er voll-standig in der Retorte zurück.
DerHalb-Chlorschwefel isl eine röthlichgelbeFlüssigkeit voneigenthümlich unangenehmem Geruch, welche bei l:?8° siedet.I>.i^ speeif. Gewicht der Flüssigkeit ist 1,087; die Dampfdichtedesselben wurde zu 4,6G8 gefunden.
In Wasser sinkt der Chlorschwefel in Gestalt von Oeltropfen