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A niiiid n i a k.
Es entsteht Wasser, Chlorcalcium und Ammoniak. Das Was-ser wird von dem überschüssigen Kalk, zu dem es grosse Ver-wandtschaft besitzt, zurückgehalten.
Man bringt die Mischung von Salmiak und Kalk in einenkleinen Kolben (Fig. CO) und erwärmt sie gelinde. Wenn gegen
das Ende des Versuchs die
Temperatur bedeutendsteigt, so kann ein Theildes entstandenen Wassersmit dem Ammoniakgasentweichen: will man da-her viel trocknes Ammo-niakgas entwickeln . somuss man dasselbe durcheine mit Stucken von ge-schmolzenem Kalihydratgelullte Röhre streichenlassen, worin alles Wasserzurückbehalten wird. .Mankann zu diesem Zweck das Chlorcalciuin nicht brauchen, weildasselbe in der Kälte eine grosse Menge von Ammoniakgasbindet.
Die Entwicklung von Ammoniak fängt bei dem Mischenvon Salmiak und Kalk schon in der Kälte an.
11(1. Das Ammoniak ist ein farbloses (bis. von starkem undstechendem Geruch, welcher zu Thränen reizt. Die Dichtigkeitdesselben ist 0,597. Das Ammoniakgas verdichtet sich bei ge-wöhnlichem Druck, wenn es auf — 40" erkältet wird, oder bei 10"unter einem Druck von 6% Atmosphären, zu einer Flüssigkeit-Man erhält das Ammoniak in flüssiger Form leicht auf folgendeWeise: Man bringt in den einen Schenkel a der gebogenenGlasröhre ahc (Fig. Gl) eine Verbindung von Chlorsilber mit
Fig.b
61.
Ammoniak (die man leicht durch Sättigen vontrocknem Chlorsilber mit Ammoniakgas er-hält) und zieht hierauf den anderen Schen-kel c der Bohre in eine Spitze vor derLampe aus. Erwärmt man den Schenkela gelinde, so wird das Ammoniak von demChlorsilber freigemacht und drückt sich in dem abgeschlossenenBaum zusammen, so dass es beim Erkalten des anderen Schen-kels mit Eis oder kaltem Wasser sich darin in flüssiger Formansammelt.