20 Einleitung.
In den binaren Verbindungen, welche die Metalle mit denMetalloiden eingehen, treten die Metalloide stets als elek-tronegative B estandth eile auf.
Die Metalle und die Metalloide vereinigen sich beide mitSauerstoff; die Verbindungen der Metalle mit Sauerstoff sind ge-wöhnlich elekt ropo sitive Oxyde oderBasen. Diesen Charak-ter besitzen vorzugsweite diejenigen, welche die geringsten Mengenvon Sauerstoff enthalten. Einige sauerstoffreichere Verbindungender Metalle verhalten sich wie indifferente Oxyde, und dir ammeisten Sauerstofl enthaltenden Verbindungen der Metalle sindhäufig Sauren, welche mit den basischen Metalloxyden wahr-hatte Salze bilden.
Die Metalloide verbinden sich mit dem Sauerstoff meistens zuindifferenten Oxyden oder zu Sauren. Einige dieser Ver-bindungen zeigen indessen einen basischen Charakter, der, wennauch nur wenig ausgesprochen, doch starken Sauren gegenüberhervortritt. Dieselben Verbindungen verhalten sieh gegen starkeBasen wie Säuren.
Wenn wir zu Anlang sagten, die Charaktere, auf welche sichdie Eintheilung der einfachen Stoffe in Metalloide und Metallestutze, seien schwankend und ungewiss, so wird man diess jetztbestätigt gefunden haben; man wird nun leicht einsehen, wieschwierig häufig die Entscheidung über gewisse Stoffe ist, diesich durch einige Eigenschaften den Metallen, durch andere denMetalloiden nähern.
Wir wollen übrigens diese Eintheilung beibehalten, weil siefür das Studium bequem, und fast überall angenommen ist, undrechnen demnach zu den Metalloiden folgende fünfzehn einfacheStoffe:
1. Sauerstoff..........O
■>. Wasserstoff..........H
3. Stickstoff...........N
4. Schwefel..........S
5. Selen............ Se
C. Tellur............Te
7. Chlor............ Cl
8. Brom............Br
9. Jod............. I
10. Fluor............ F
11. Phosphor........... P
12. Arsen............ As
13. Bor............ ßo