Chemische Nomenclatur. 15
Ö7. Rhodium ........Rh
*58. Iridium........Ir
59. Ruthenium.......Ru
"tiU. Osmium ........Os
Aussei- den hier angeführten einlachen Stoffen glaubten ei-nige Chemiker noch andere Elemente entdeckt zu haben, die siePelopium, Ilmenium, Norium und Donarium nannten.Es ist aber jetzt erwiesen, dass dies eine irrthümliche Verwech-selung mit verschiedenen der oben genannten Stoffe war.
Die mit einem Sternchen (*) bezeichneten einlachen Stoffewerden in dem Folgenden näher beschrieben werden: die übrigenlassen wir unberührt; sie sind zum Theil nur sehr unvollständigbekannt, linden sieh nur sehr selten und haben ausserdem keineAnwendung gefunden.
17. Die Chemiker sind übereingekommen, die einfachenStoffe in zwei grosse Classen abzutheilen, in Metalloide undMetalle. Die Eigenschaften, auf welchen diese Binthellung be-ruht, sollen sogleich angeführt werden.
Die Classe der Metalloide umiasst auf der vorhergehendenListe die fünfzehn ersten Glieder, alle übrigen gehören zu denMetallen.
18. Von allen einfachen Stoffen ist der Sauerstoff in derNatur am verbreitetsten, und zugleich derjenige Körper, welcherdie grösste Anzahl von wichtigen Verbindungen eingeht. DieVerbindungen dieses Stoffes wurden von allen zuerst genaueruntersucht und dienten zur Grundlage bei der Erforschung derribrigen Stoffe; wir werden daher zuerst die bei der Nomenclaturderselben befolgten Regeln ins Auge fassen.
Man unterscheidet unter den Verbindungen des SauerstoffsSäuren, Basen und Salze.
Die Salze entstehen durch Verbindung der Säuren mit denBasen. Setzt man ein Salz der Einwirkung eines galvanischenStromes aus, so wird die Verbindung getrennt. Ist die elektrischeBatterie sehr kräftig, so wird die Verbindung ganz zerstört undin ihre einfachen Elemente aufgelöst; bei schwächerer Batterietrennt sich nur die Säure von der Basis; die Säure begiebt sichan den positiven Pol, die Basis an den negativen Pol der Batterie.Bekanntlich stossen sich gleichnamige Elektricitäten ab, währendungleichnamige sich anziehen. Man nahm nun an, dass die Mole-küle der Körper entweder selbst elektrisch, oder von elektrischenHüllen umgeben wären, und dieser Hypothese zu Folge musstenatürlich das an den positiven Pol sich begebende Molekül ne-