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2. Organische Chemie 2. Abt. (1911) Organische Verbindungen mit geschlossenem Kohlenstoffringe ...
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Salze des Strychnins.

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schüttelt das Gemisch sofort 2 Minuten lang kräftig. Nach vollständigerKlärung läßt man das Chloroform in einen Scheidetrichter (III) abfließenund wiederholt das Ausschütteln noch dreimal mit je 5 ccm Chloroform inderselben Weise. Zu den vereinigten Chlorofovmauszügen fügt man 10 ccml / 10 - Normal -Salzsäure und so viel Äther, daß das Chloroformäthergemischauf der Salzsäure schwimmt, und schüttelt 2 Minuten lang kräftig. Nachvollständiger Klärung filtriert man die saure Flüssigkeit durch ein mit Wasserangefeuchtetes kleines Filter in einen Kolben von 100 ccm Inhalt, schütteltdas Chloroformäthergemisch noch dreimal mit je 10 ccm Wasser je 2 Minutenlang, filtriert auch diese Auszüge durch dasselbe Filter, wäscht mit Wassernach und verdünnt das Filtrat mit Wasser bis zu 100 ccm. Von dieserLösung mißt man 50 ccm (= 5 g Brechnuß) ab, bringt sie in eine etwa200 ccm fassende Flasche aus weißem Glase und fügt etwa 50 ccm Wasserund so viel Äther zu, daß dessen Schicht die Höhe von etwa 1 cm erreicht,und ermittplt schließlich den Säureüberschuß durch Titration mit l / l00 -Normal-Kalilauge, unter Anwendung von Jodeosin als Indikator (s. oben Extract.Strychni).

Nach der Pharm, germ. Ed. V sollen unter obigen Bedingungen 34,4 ccml /i OU -Normal-Salzsäure zur Sättigung der vorhandenen Alkaloide erforderlichsein, entsprechend 0,1252 g (34,4X0,003 64) oder 2,5 Proz. Alkaloid:50 : 0,1252 = 100 : x; x = 2,5.

Zur Bestimmung des Strychnins und Brucins in der TincturaStryclmi dampft man 50g davon im Wasserbade, nach Zusatz von 1 ccmverdünnter Schwefelsäure (1:4), in einem gewogenen Schälchen auf 10 g ein,bringt den Bückstand unter Nachspülen mit 5 g absolutem Alkohol in einArzneiglas, gibt 20 g Chloroform sowie nach kräftigem Umschütteln 2 ccmNatronlauge von 15 Proz. und 5 ccm Natriumcarbonatlösung (1 : 2), die zuvorzum weiteren Nachspülen des Verdampfungsrückstandes benutzt wurden,hinzu und läßt die Mischung unter häufigem, kräftigem Umschütteln eineStunde lang stehen. Alsdann fügt man 50 g Äther hinzu, schüttelt kräftigum, filtriert nach vollständiger Klärung sofort 50 g des Chloroformäther-gemisches (= 33,33 g Brechnußtinktur) durch ein trockenes, bedecktes Filterin ein Kölbchen, destilliert etwa zwei Drittel davon ab und verfährt mitdieser Flüssigkeit, wie bei Extractum Strychni oben angegeben ist. Nach derPharm, germ. Ed. V sollen zur Sättigung der in 33,3 g Tinctura Strychni ent-haltenen Alkaloide 23 ccm '/^„-Normal-Salzsäure erforderlich sein, entsprechendeinem Alkaloidgehalte von 0,25 Proz.

Über eine eventuelle Trennung des Strychnins vom Brucin s. S. 1597.

Salze des Stryclmins.

Das Strychnin ist eine starke, einsäurige Base, welche sich leicht mitSäuren zu meist gut kristallisierenden, intensiv bitter schmeckenden, starkgiftig wirkenden Salzen vereinigt. Die meisten Schwermetalle werden durchStrychnin aus ihren Salzlösungen als Hydroxyde oder Oxyde abgeschieden,bisweilen unter gleichzeitiger Bildung von Doppelsalzen. Die Strychninsalzewirken wegen ihrer leichteren Löslichkeit in Wasser fast noch heftiger giftigals das Strychnin selbst. Die in Wasser leicht löslichen Salze werden durchNeutralisation der betreffenden, zuvor mit Wasser verdünnten Säuren mitgepulvertem Strychnin erhalten, die in Wasser schwer oder unlöslichen durchdoppelte Umsetzung gewonnen. Ätzende und kohlensaure Alkalien scheidendas Strychnin aus seinen Salzlösungen zunächst als milchig trüben, fein ver-teilten Niederschlag ab, der erst nach einiger Zeit sich in feine, dicht grup-