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2. Organische Chemie 2. Abt. (1911) Organische Verbindungen mit geschlossenem Kohlenstoffringe ...
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1565
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Links-Ccmiin, Methylconiin.

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Das Links - Coniin: C 8 H 17 N, welches durch Spaltung des inaktivenConiins (s. S. 1560) und durch Reduktion von /S-Conicein (s. S. 1566) gewonnenwird, ist eine dem Hechts-Coniin sehr ähnliche Flüssigkeit, die den polari-sierten Lichtstrahl ebenso weit nach links ablenkt, wie das Rechts - Coniinnach rechts. Das Links-Coniin ist von Ahrens und v. Braun in den Rück-ständen der Coniindarstellung gefunden.

Isoconiin: C"H l7 N, entsteht nach Ladenburg neben «-Conyrin (sieheS. 1562) und unverändertem Coniin, wenn salzsaures Coniin mit Zinkstaubdestilliert wird. Dasselbe soll auch durch Spaltung eines inaktiven Coniinsgebildet werden, welches durch Reduktion eines Gemisches aus Allylpyridinund Chlorpropylpyridin mit Natrium und Alkohol erhalten wurde. Letzteresentsteht beim Erhitzen von «-Picolyliuethylalkin: C'H'N-CH'-CH.OH—OH 3 (s. S. 1568), mit konzentrierter Salzsäure. Das Isoconiin ist eine demRechts-Coniin sehr ähnliche Flüssigkeit, die bei 165 bis 166° siedet, denpolarisierten Lichtstrahl jedoch stärker nach rechts ablenkt, als das Rechts-Coniin: [«] B = -(-19,2°. Da das Isoconiin in seinen Salzen mit denen desRechts-Coniins übereinstimmt, so ist wiederholt die Vermutung ausgesprochen,daß beide Basen identisch sind. Jedenfalls läßt sich das Isoconiin leicht inRechts-Conim durch Erhitzen mit festem Kalihydrat zum Sieden oder durchdirektes Erhitzen auf 300" verwandeln.

Methylconiin: C"H"N.Cfl a , findet sich in den zwischen 169 und180° siedenden Anteilen des Rohconiins (Kekule, Planta, "Wolffenstein,Ahrens, v. Braun). Sein jodwasserstoösaures Salz entsteht beim Erhitzenäquivalenter Mengen von Coniin und Jodmethyl auf 100°. Es ist ein farb-loses, bei 175 bis 177° siedendes, dem Coniin sehr ähnliches Ol. Das Methyl-coniin scheint in dem Rohconiin in einer rechts- und in einer linksdrehendenForm: [«J_d = i 81,6°, vorzukommen. Das bisher nur künstlich dargestellteÄthylconiin: C 8 H 16 N.C 2 H 5 , ist dem Coniin und Methylconiin ähnlich. Wirddas Äthylconiin nochmals mit Jodäthyl behandelt, so entstehen zwei stereo-isomere Äthyleoniinäthyljodide: C"H la N . C 2 H 5 . C 2 H 5 J (M. Scholtz).

Dimethylconiin: C 8 H 15 (CH 3 )' 2 N, wird durch trockene Destillation vonDimethylconylamnioniumhydroxyd: C 8 H 18 (CH 3 ) 2 N . OH [durch Einwirkungvon Silberoxyd auf das durch Erhitzen von überschüssigem Jodmethyl mitConiin gebildete Dimethylconylarnmoniumjodid: C"H"(CH a ) ! NJ, entstehend],erhalten (vgl. S. 1547). Es ist eine farblose, kaum nach Coniin riechende,bei 182° siedende Flüssigkeit. Als tertiäre Base verbindet es sich mit CH 3 Jzu Trimethylconyliumjodid: C 8 H ls (CH 3 ) a N.CH 3 J (A.W. Hof mann).

Benzoylconiin: C"H l8 N . C 7 H 5 0, durch Einwirkung von Benzoyl-chlorid auf Coniin in alkalischer Lösung entstehend, bildet ein dickes, öligesLiquidum. Bei der Oxydation mit Kaliumpermanganat liefert es normalen-Amidovalerian säure: C s H*(NH ! )0'(s. S.461), und Homo coniin säure:C"H 17 NO' 2 (farblose, bei 158° schmelzende Nadeln), bzw. deren Benzoylderivate(Schotten, Baum). Durch Einwirkung von PCI 6 und darauffolgendeDestillation geht das Benzoylconiin in Dichlorootan: C 8 H 18 C1 2 , Siedepunkt105 bis 107° bei 16 mm Druck, über (v. Braun).

/3-Propylpiperidin: C 5 H 9 (C 3 H 7 ) . NH, entsteht beim Erwärmen vonPropyl-Chloramylamin: CH 2 C1—CH 2 —CH 2 —CH(C 3 H 7 )—CH 2 —NH 2 , mitNatronlauge (Grranger). Farblose, bei 174° siedende, giftig wirkende Flüssig-keit. Läßt sich durch Überführung in das Tartrat in Rechts- und Links-/3-Propylpiperidin (/J-Coniin) spalten.

Isopropylpiperidin: C 5 H J (C 3 H 7 ) .NH. «- und y-Isopropylpiperidin ent-stehen bei der Behandlung von a- und y-Isopropylpyridin (durch Erhitzen