Hydropyridine, Piperidin.
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Siedep. 188", Corindin: 0 10 H"N, Siedep. 211°, Rubidin: O u H 17 N, Siedep.230°, Viridin: C 12 H 19 N, Siedep. 251° bezeichneten Basen des Steinkohlen-teeröls sind jedenfalls keine einheitlichen chemischen Individuen.
Die sämtlichen alkylierten Pyridine, wie z. B. die Picoline, Lutidine,Collidine, werden durch Behandlung mit Natrium in alkoholischer Losung inalkylierte Piperidine (s. dort) übergeführt, z. B.:
CH^CH^N -f 6H = C'H'CCH^NHMethylpyridin Methylpiperidin.
Phenylpyridine: C 5 H 4 (C 6 H 5 )N, sind in drei Isomeren bekannt, n-und/S-Phenylpyridin entstehen aus «- und /S-Naphtochinolin durch Oxydationund Erhitzen der hierbei zunächst gebildeten Phenylpyridindicarbonsäurenmit Ätzkalk. Ölige Flüssigkeiten, die beide gegen 270° sieden. y-Phenyl-pyridin bildet farblose, bei 77° schmelzende Kristalle. Letztere Verbin-dung wird aus Acetessigäther und Benzaldehyd, entsprechend dem Collidin(s. S. 1494), dargestellt.
Hydropyridine. Wird das Pyridin und seine Homologen mit Zinkund Salzsäure oder mit Natrium in siedend alkoholischer Lösung reduziert,so findet eine Aufnahme von sechs Atomen Wasserstoff und die Bildungsekundärer, als Piperidinbasen bezeichneter Verbindungen statt:
CH=CH
/CH
^CH-CHPyridin
//
.OH 8 —OH 8
/ \
CH 2 >NH
X CH"-CH !Piperidin
\r
CH
CH=C.CH a
V N
//
»CH-CH
Methylpyridin
,CH 2 —CH.CH 3CH 8V
\nh
X CH 2 —CH 2
Methylpiperidin.
Piperidin: C S H'*.NH, Hexahydropyridin, ist 1845 als Spaltungs-produkt des Piperins von Wertheim und Bochleder beobachtet, jedocherst 1851 von Anderson, sowie 1852 von Cahours als solches charakte-risiert worden. Dasselbe soll sich zu 0,2 bis 0,7 Proz. im Pfeffer vorfinden(Johnstone); nach Pictet und Court besteht jedoch die flüchtige Basedes Pfeffers nicht aus Piperidin, sondern aus M e t h'y 1 - P y r r o 1 i n : CH 1(CH 3 ).NH.
Das Piperidin wird aus Piperin (s. dort) durch Destillation mit derdreifachen Menge Natronkalk, oder durch 24 stündiges Kochen mit dergleichen Menge Kalihydrat und der fünffachen Menge Alkohol am Rüek-flußkühler gewonnen. Aus Pyridin wird dasselbe erhalten durch Reduktionmit Zink und Salzsäure (Königs), oder mit Natrium in siedend alkoholischerLösung (Ladenburg), oder durch elektrolytische Reduktion in schwefel-saurer Lösung (Ahrens). Über die Synthese des Piperidins s. S. 1495.
Um das käufliche Piperidin in chemischer Reinheit zu erhalten, führtman dasselbe in Nitrosopiperidin: C'H 1 ' 1 . N . NO, eine gelbe, ölige, bei215 bis 217° siedende Flüssigkeit, über und zerlegt dieses, gelöst in Toluol,durch Einleiten von trockenem Chlorwasserstoff. Hierbei scheidet sich Pipe-ridin hyd roch lorid ab, welches schließlich durch Kalihydrat zerlegt wird. DasNitrosopiperidin wird erhalten durch Lösen von 1 Tl. Pipeiidin in 1 Tl. Eis-wasser und 3 Tln. Schwefelsäure von 30 Proz. und allmähliches Ein-tragen einer gesättigten Lösung von 2 Tln. Na NO 2 , unter Abkühlen auf 0°und beständigem Umrühren (Vorländer).
Das Piperidin bildet eine farblose, nach Ammoniak und Pfeffer riechende,stark alkalisch reagierende Flüssigkeit, welche bei 106° siedet. Spez. Gew.0,8664 bei 15". Mit Wasser und mit Alkohol mischt es sich in jedem Mengen-verhältnis. Das Piperidin ist eine sekundäre Base, in welcher sich dasWasserstoffatom der NH-Gruppe leicht durch Alkohol- oder durch Säure-
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