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2. Organische Chemie 2. Abt. (1911) Organische Verbindungen mit geschlossenem Kohlenstoffringe ...
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Pyridindicarbonsäuren.

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Hexahydroisonicotinsäure: C b H l0 N CO .OH, bei 228°. Diese Säurensind leicbt in "Wasser, schwer in Alkohol löslich. Zu der Hexahydronicotin-säure stehen das Arecolin und das Arecaidin in naher Beziehung(s. dort).

Von den zahlreichen, der Theorie nach möglichen Oxy- und Dioxy-pyridinmonocarbonsäuren ist eine beträchtliche Anzahl bekannt. Dasgleiche gilt von den alkylierten Pyridinmonocarbonsäuren, den Picolin-,Lutidin-, Collidincarbonsäuren usw.

Die Oxypyridincarbonsäuren sind zum Teil durch Einwirkungvon Ammoniak auf die entsprechenden Pyroncarbonsäuren, zum Teil durchDiazotierung der Amido - Pyridincarbonsäuren dargestellt. Beim Erhitzenwerden dieselben meist glatt in CO 2 und in Pyridone (s. S. 1500). gespalten.

y-Oxypicolinsäure: C 5 H a (OH)NCO . OH + H'0(OH:y), entstehtbeim Erwärmen von Komansäure (s. S. 761) mit Ammoniak; glänzende, bei250° schmelzende Blättchen. «'-Oxynicotinsäure: C 5 H 3 (OH)NCO . OH(OH:«'), durch Einwirkung von Ammoniak auf den Äthyläther der Cumalin-säure (s. S. 571) gebildet, kristallisiert in Nadeln, die bei 303° schmelzen.Als Dioxyisonicotinsäure: C s H 2 (0H) 2 NCO . OH(OH : «, o') , ist dieCitrazinsäure (s.S. 618), als Dioxypicolinsäure: C s H ! (OH) 2 NC O . O H(OH:y, ß') die Komenaminsäure (s. S. 762), anzusehen.

Pyridindicarbonsäuren: C 5 H 3 N(CO . OH) s (Dicarbopyridinsäuren), sindin sechs Isomeren bekannt:

1. a, /S-Pyridindicarbonsäure: N : C O . O H: C O . OH = 1:2:3(Chinolinsäure), durch Oxydation von Chinolin (synthetisch oder aus Cin-chonin oder aus Steinkohlenteer bereitet) mittels Kaliumpermanganat dar-gestellt, bildet kurze, glänzende, bei 190 bis 195" unter Zersetzung in CO 2und Nicotinsäure (s. oben) schmelzende Prismen, welche schwer in kaltem"Wasser, Alkohol, Äther und Benzol löslich sind. Durch Eisenvitriollösungwird sie rötlich gefärbt. Mit Kalihydrat geschmolzen, geht sie in O x y -chinolinsäure: C 5 H 2 (OH)N(CO . OH) a (OH : «'), über, die durch FeCl 3tief rot gefärbt wird (Hoogewerff, van Dorp).

Zur Darstellung der Chinolinsäure läßt man zu einer Lösungvon 250 g KMnO < in fünf Liter "Wasser, welche in einem mit Kückflußkühlerversehenen Kolben auf 70 bis 80° erwärmt ist, tropfenweise aus einemScheidetrichter 25g Chinolin zufließen und erwärmt, nachdem die Haupt-reaktion beendet ist, so lange, bis die rote Earbe der Mischung nahezu ver-schwunden ist. Hierauf wird die Flüssigkeit von dem Mangansuperoxyd-niederschlage abgesaugt, das Eiltrat annähernd mit Schwefelsäure neutralisiertund, unter wiederholter Entfernung des abgeschiedenen K 2 S0 4 , auf einkleines Volum eingedampft. Der dünn sirupartige Kückstand wird als-dann unter Eiskühlung mit Schwefelsäure (1 : 1 verdünnt) ausgefällt. Dernach einiger Zeit, schneller durch Beiben mit einem Glasstabe ausgeschie-dene kristallinische Niederschlag wird hierauf abgesogen und aus heißem,schwefelsäurehaltigem Wasser umkristallisiert. Durch nochmaliges Umkri-stallisieren aus siedendem Wasser, unter Zusatz von etwas Tierkohle, resul-tiert dann die Chinolinsäure im reinen Zustande (B. Camps).

Wird die zerriebene Chinolinsäure in dünner Schicht in einem Erlen-meyer sehen Kolben auf 190 bis 210° im Ölbade vier bis fünf Stunden er-hitzt, so geht sie glatt, unter Abspaltung von CO 2 in N ico ti nsäur e:C"H 4 NCO.OH, über.

2. ß, y-Pyridindicarbonsäure: N: OO.OH: 00 . ÖH = 1:3 :,4(Cinchomeronsäure, Beronsäure), entsteht bei der Oxydation von Chinin

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