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Gelbes Acaroidharz, Guajakharz.
resen: C^H^O 8 ; 56,9 Proz. eines roten Harzes, 18,4 Proz. pflanzliche Rück-stände, 8,3 Proz. Aschenbestandteile, sowie geringe Mengen eines in Ätherunlöslichen Harzes und von Phlobaphenen. Das rote Harz besteht aus einemGemisch von Benzoesäure - Dracoresitannoläther: C 6 H 5 —CO.OC 8 H"0, undBenzoylessigsäure-Dracoresitannoläther: 0° H 5 . C 0 . C H 8 - C 0 . 0 C 9 H° 0. DasDracoresitannol: C'H'O.OH, ist ein gelbbraunes, amorphes Pulver. BeimSchmelzen mit Kalihydrat liefert das Drachenblut unter anderem Phloro-glucin, Benzoesäure, Para-Oxybenzoesäure, Protocatechusäure und Oxalsäure(Hlasiwetz, Barth). Obschon das Drachenblut beim Erhitzen Benzoesäureabgibt, so scheint dieselbe doch nicht im freien Zustande darin enthalten zusein. Bei der trockenen Destillation liefert es Toluol, Styrol, Benzoesäureund andere Stoffe. Beim Erhitzen mit Zinkstaub entstehen Styrol, Toluol,Äthylbenzol und die Verbindungen C u H"0 (Siedep. 214°), C 13 H 80 O (Siedep.258°), C la H 80 O a (Siedep. 238°).
Das Drachenblut dient zum Färben von Harzfirnissen.
Das socotrinische Drachenblut von Dracaena Cinnaoari ist nuräußerlich dem Palmen-Drachenblut ähnlich. Dasselbe enthält weder Benzoe-säure-, noch Zimtsäureäther, dagegen ein Harz der Formel C 18 H 18 0 4(Lojander). Dracoalban ist darin ebensowenig enthalten, wie in dem cana-rischen Drachenblut von Dracaena Draco.
Gelbes Acaroidharz, Botanybayharz, Xanthorrhoeaharz, dasHarz der Binde von Xanthorrhoea ha.itilis, einer in Neu-Holland heimischenLiliacee, ist eine gelbe, zerreibliche, bestäubte Masse von balsamischemGeruch. Es löst sich in Alkohol, Äther und in ätzenden Alkalien; letztereLösung enthält benzoesaures und zimtsaures Salz. Bei der trockenen Destil-lation liefert es Benzol, Phenol, Styrol, Benzoesäure und Zimtsäure, beimSchmelzen mit Kalihydrat Para-Oxybenzoesäure und Protocatechusäure. Sal-petersäure erzeugt daraus große Mengen von Pikrinsäure. Durch Auskochenmit "Wasser können dem Acaroidharz etwa 10 Proz. Para-Cumarsäure,1 Proz. Zimtsäure und Benzoesäure, sowie ein dem Vanillin ähnlicherStoff und Para - Oxybenzaldehyd entzogen werden (M. Bamberger).Nach Hildebrand besteht die Hauptmasse des gelben Acaroidharzes ausPara-Cumarsäure-Xanthoresitannoläther. Das Xanthoresitannol: C 43 H 45 0 9.OH ist eine amorphe, in Äther unlösliche Verbindung. Das Acaroidharzenthält ferner Styracin und andere Zimtsäureäther.
Das rote Acaroidharz von Xanthorrhoea austraKs und anderen Xan-thorrhoeaarten kommt in kleinen, rotbraunen, stark bestäubten Stücken mitglänzendem Bruch im Handel vor. Dasselbe enthält 1 Proz. freie und 2 Proz.gebundene Para - Cumarsäure und 0,6 Proz. Para - Oxybenzaldehyd.Den Hauptbestandteil (85 Proz.) des Harzes macht der Para - Cumarsäure-Erythroresitannoläther aus. Das Erythroresitannol: C 40 H 39 O 9 . OH, istein braunes, in Äther lösliches Pulver. Zimtsäure und deren Äther sindnicht in dem roten Acaroidharze enthalten (Hildebrand).
Guajakliarz, Resina Quajaci, wird in Westindien durch Ausschmelzenoder Auskochen des Kernholzes von Guajacum officinale, welches etwa 25 Proz.davon enthält, gewonnen. Es bildet dunkelgrüne bis braunschwarze, hasel-nuß- bis walnußgroße, spröde Massen mit muscheligem, glänzendem Bruch.Es besitzt einen schwachen, etwas an Benzoe erinnernden Geruch und einenscharfen, kratzenden Geschmack. In Alkohol, Äther, Chloroform, Acetonund in ätzenden Alkalien ist es löslich. Die alkoholische Lösung reagiertschwach sauer. Durch oxydierende Agentien, z. B. Eisenchlorid, salpetrigeSäure, Ozon, Chlor, Chromsäure, färbt sich das Guajakharzpulverund seine