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Laurin eencarnpher.
Das Zwiebelöl, Oleum Allii cepae (Ausbeute 0,005 Proz.), ist ein links-drehendes, bräunliches Liquidum von 1,041 spez. Gew. bei 8,7". Das Zwiebelölenthält nach Semmler ebenfalls kein Allylsulfid und keine Terpene, sondernals Hauptbestandteil das bei 75 bis 83° (10 mm Druck) siedende Disulfid:C 6 H la S i , neben schwefelreicheren Verbindungen derselben Kadikale.
Das Asa foetida-Öl, durch Destillation der Asa foetida mit Vfasser-dämpfeu gewonnen, bildet eine linksdrehende, sehr unangenehm riechendeFlüssigkeit von 0,970 bis 0,980 spez. Gew. bei 15°. Dasselbe enthält 6 bis 8 Proz.eines wahrscheinlich mitPinen identischen Terpens, 20 Proz. eines blau gefärbtenÖls (C 10 H I6 O) n , welches durch Einwirkung von Natrium in Cadinen: C 1S H",übergeht, 45 Proz. eines bei 80 bis 85° (9 mm Druck) siedenden Disulfids:C 7 H 14 S 2 , 20 Proz. eines bei 126 bis 127° (9mm Druck) siedenden Disulfids:C n H 20 S 2 , sowie geringe Mengen C 8 H 16 S S und C 10 H ,2 S 2 (Semmler).
E. Campherarten.
Als Campherarten faßt man eine Anzahl durch Flüchtigkeit undeigentümlichen Geruch ausgezeichnete, kristallisierhare, aus Kohlen-stoff, "Wasserstoff und Sauerstoff bestehende Pflanzenstoffe zusammen,welche sich meist bei der Abkühlung sauerstoffhaltiger ätherischer Öleoder beim Stehen derselben an der Luft ausscheiden. Von den zahl-reichen Verbindungen, welche dieser Körperklasse angehören, ist be-reits eine heträchtliche Anzahl, besonders weniger genau bekannter, beiden betreffenden ätherischen Ölen erwähnt worden (s. dort). Im nach-stehenden sollen besonders zwei der wichtigsten und am besten stu-dierten Campherarten, der Laurineencampher (Rechts-Campher)und der Borneocampher (Rechts-Borneol), eine eingehendere Er-örterung finden.
Laurineencamprier: C 10 H 10 O.
Molekulargewicht: 152 {152,13 0 = 16).
(In 100 Till., C: 78,88; H: 10,60; O: 10,52.)
Syn.: Campher, Rechts-Campher, Camphor, Japancampher, Oampliora.
Geschichtliches. Der Laurineencampher, gewöhnlich schlechtweg„Campher" genannt, scheint in der Mitte des 6. Jahrh. durch die Arabernach Europa gelangt zu sein.
Vorkommen. Der Laurineencampher findet sich in allen Teilendes in China und Japan heimischen Campherbaums, Laurus Camplioras. Cinnamomum Camplwra s. Camj)hora officinarum. Die älteren Bäumeenthalten den Campher meist im festen, kristallisierten Zustande (2 bis3 Proz.), während die jüngeren Bäume, namentlich in den Zweigen undBlättern, nur Campheröl, ein Gemisch von Dipenten: C 10 H 16 , mitLaurineencampher und anderen Stoffen (s. unten) enthalten. Es istdaher wahrscheinlich, daß der Laurineencampher erst allmählich durchOxydation jenes Terpens bzw. durch Umwandlung eines in den Olzellen