Terpentinöl.
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säure: C M H 8B O s , im Iris- und Muskatnußöl, der Palmitinsäure: C 16 H"0\im Arnikablütenöl, Moschuskörneröl, Myrrhenöl usw.
5. Phenole sind zum Teil als solche, zum Teil in Gestalt ihrer Methyl-und Äthyläther in vielen ätherischen Ölen beobachtet worden.
Über das Thymol: C 10 H'\OH, s.S. 1096, über das Carvacrol: C 10 H' a.OH, s.S. 1101. Chavicol: C°H l0 O, Anethol: C l "H ls O, Estragol: C l0 H ll! O,Eugenol: 0 la K l *O*, Safrol: O lu H l0 O ! , Apiol: 0 u H"O 4 , usw. werden späterbesprochen werden.
C. Stickstoff- und schwefelhaltige Bestandteile derätherischen Öle.
Ammoniak und Trimethylamin treten gelegentlich als Zersetzungs-produkte bei der Darstellung der ätherischen Öle auf und gehen zum Teilin das wässerige Destillat über. Über das Torkommen des Cyanwasser-stoffs s. S.780, 787 und 1130. Indol: C 8 H r N (s. S. 1229), ist in geringerMenge im Jasminöl, in den Orangenblüten usw., Skatol: C"H 9 N (s. S. 1231),im Zibet", Anthranilsäure-Methyläther: C'H'tNff)- 00 . OCH 3 , imNeroliöl, Champacablütenöl, Akazienblütenöl und im Jasminöl enthalten.Damascenin: C 9 H"N0 3 , findet sich im Nigellaöl.
Methylsulfid: (Cff^S (s. S. 332), ist in kleiner Menge im amerikani-schen Pfefferminzöl enthalten. Über das Vorkommen von Vinylsulfid:(C S H 3 ) ! S, und Allylsulfid: (CH'VS, in den Alliumölen s. S. 747, übersonstige Sulfide s. Zwiebel- und Asafoetida-Ol.
Als Stickstoff- und schwefelhaltige Öle ist die Gruppe der „Senföle",s. S. 835, 836 und 1161, zu betrachten.
I
I. Terpenreiche ätherische öle.Terpentinöl.
Oleum tereliiithinae, Terpentinspiritus.
Geschichtliches. Das Terpentinöl wurde bereits im Altertum dar-gestellt; die Bezeichnung Spiritus terebinthinae datiert aus dem Mittelalter.Die erste Elementaranalyse des Terpentinöls führte Houton-Labillardiere1818 aus.
Mit dem Namen Terpentinöl bezeichnet man einige, als überwiegendenHauptbestandteil «-Pinen: C 10 H 16 , enthaltende ätherische Öle, welche durchDestillation des Harzsaftes (Terpentins) der den Familien der Abietineen undCupressineen angehörenden Nadelhölzer gewonnen werden. Dasselbe findetsich in jenen Bäumen in größerer oder geringerer Menge in besonderen Öl-oder Harzgängen aufgespeichert, aus denen es gemengt mit Harz als so-genannter Terpentin ausfließt, wenn man die betreffenden Stämme bis in dieäußeren Schichten des Holzes ritzt oder anbohrt.
Die größte Menge des im Handel befindlichen Terpentinöls wird in denVereinigten Staaten von Nordamerika durch Destillation des Terpentins vonPinus australis, P. palustris, P. heterophylla und P. taeda gewonnen, und zwarwird letzterer zu diesem Zweck in den größeren Betrieben mit Wasserdampf,in den kleineren Betrieben ohne Zusatz von Wasser, direkt in kupfernenBlasen so lange erhitzt, als noch Öl übergeht. Der hierbei verbleibendeDestillationsriickstand wird als Colophonium in den Handel gebracht (s. dort).Sehr beträchtliche Mengen von Terpentinöl werden auch in Westfrankreichdurch Destillation des Terpentins von Pinus pinaster s. maritima, gewöhnlich