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2. Organische Chemie 2. Abt. (1911) Organische Verbindungen mit geschlossenem Kohlenstoffringe ...
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Mikroeidin, Abrastol usw.

gegen dienen sie in ausgedehntem Maße zur Herstellung zahlreicher Farb-stoffe (s. Teerfarben).

/S-Naphtolnatrium: C 10 H 7 .ONa, Mikrocidin, durch Eindampfen von/S-Naphtol mit ausgekochter Natronlauge in äquivalenten Mengen bei mög-lichstem Luftabschluß darstellbar, bildet ein weißes, leicht veränderlichesPulver, welches sich in 3 Tin. Wasser löst. Antiseptikum.

ß-Naphtolwismut: C'"H 7 .0(BiO) ?, Bismuthum ß-uaphtolicum, Orphol,ist ein hellbraunes, in Wasser unlösliches Pulver.

/3-Naphtolquecksilber : [C l0 H ; . 0]*Hg (?), Hydrargyrum ß-naphloli-cum, durch Fällen von Quecksilberoxydnitratlösung mit /9-Napb.tolnatriuni-lösung darstellbar, bildet ein gelbliches, in Wasser unlösliches Pulver.

/S-Naphtolquecksilberacetat ist ein weißes, kristallinisches, der

Phenol- und Thymolverbindung ähnliches Pulver.

O C n H 7/S-Naphtolcarbonat: CO<„ " „ 1( ,„ 7 , ß-Naphtolum carbonicum, durch

Einwirkung von CO Ol 2 auf trockenes /3-Naphtolnatrium und Umkristallisierendes mit Wasser ausgewaschenen Reaktionsproduktes aus Alkohol darstellbar,bildet glänzende, in Wasser unlösliche, in Alkohol schwer lösliche Blättchen,welche bei 176° schmelzen. Arzneilich empfohlen.

Dijod-/3-Naphtol, N aphtol- Aristol, bildet ein grüngelbes, geruch-und geschmackloses Pulver, welches unlöslich in Wasser, wenig löslich inAlkohol, leicht löslich in Chloroform ist. Wird ähnlich wie das Aristol (sieheS. 1099) dargestellt.

p-Naphtol-u-sulfosaures Calcium: [C 10 H , (OH)SO 3 ]*Ca -+- 3 H ! 0,Asaprol, Abrastol, wird als Antiseptikum arzneilich und technischempfohlen. Zur Darstellung dieses Salzes wird /S-Naphtol (10 Tle.) mit kon-zentrierter Schwefelsäure (8 Tip.) im Wasserbad erwärmt, bis sich die Massein Wasser klar löst, das Reaktionsprodukt dann mit Wasser verdünnt, heißmit Calciumcarbonat gesättigt und nach dem Filtrieren zur Trockne ver-dampft. Aus dem Rückstand läßt sich alsdann das /3-naphtolsulfosaureCalcium durch Ausziehen mit heißem Alkohol isolieren. Weißes, kristalli-nisches, geruchloses Pulver, welches leicht in Wasser und auch in Alkohollöslich ist. Eisenchlorid färbt die wässerige Lösung blau (Bang, Stackler,Dulief).

Zum Nachweis von Abrastol im Wein schüttele man bOccm'Weinmit 1 com konzentrierter Schwefelsäure und 25 g Bleisuperoxyd fünf Minutenlang, nitriere alsdann und schüttele hierauf das klare Filtrat mit 1 ccmChloroform. Bei Gegenwart von Abrastol nimmt letzteres eine gelbe Farbean. Wird der Chloroformauszug bei mäßiger Wärme verdunstet und dergelbe Rückstand mit einigen Tropfen konzentrierter Schwefelsäure befeuchtet,so tritt eine Grünfärbung ein (nach L. Briand noch bei Gegenwart von0,01 bis 0,02 g Abrastol).

/S-Naphtoldisulfosaures Aluminium: [C'° H 5 (OH) (S 0 3 )T Al ! ,Alumnol, durch Umsetzung von /3-naphtoldisulfosaurera Baryum mit Alu-miniumsulfat darstellbar, bildet ein weißes, in Wasser leicht, in Alkoholschwer lösliches, antiseptisch wirkendes Pulver. Die Lösungen des Alumnolszeigen blaue Fluoreszenz.

Das Natriumsalz einer Amido-/5-Naphtolsulf osäure: C 10 H b (NH 2 )(OH)S0 3 Na, dient unter dem Namen Eikonogen als photographischer Ent-wickler ').

') Das für die gleichen Zwecke angewendete Ortill soll eine Verbindung von2 Mol. Methyl-o-Amidophenol: C 6 H 4 (0 H)NH . CH 3 , und 1 Mol. Hydrochiuon:C 6 H 4 (OH) 2 , sein.