Zimtsäure.
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•weißen Perubalsam (Thoms, Biltz, Hellström), sowie im echten Peru-balsam (Kraut, Delafontaine u. a.) und im Tolubalsam (Fr6my, Deville,Kopp, Busse u. a.). Sie kommt ferner frei vor in gewissen Sorten vonBenzoeharz, z.B. in der Sumatrabenzoe (Kolbe, Lautemann u.a.), in demKraut von Scrophularia nodosa (Koch), in den Blättern und Zweigen vonQlobularia alypum und G. vulgaris (Heckel, Schlagdenhauff en), in denBlättern von Eulcianthus japonicus (Eykman), in den Rückständen derCocaindarstellung, sowie in altem ätherischen Zimtöl. Ester der Zimtsäurefinden sich in einigen Guttaperchaarten (v. Romburgh, Tschirch). Zimt-säure tritt ferner auf bei der hydrolytischen Spaltung des Aloeharzes(Tschirch, Hoffbauer), des Acaroidharzes (Tschirch, Hildebrand), desAntiarharzes (Windaus, Welsch), des Rassamalaharzes (van Italie), desKondurangins (Kühler) und des Bottlerins (Herrmann).
Die Zimtsäure bildet sich bei vorsichtiger Oxydation des Zimtsäure-aldehyds und des Zimtalkohols; beim Kochen des Styracins mit Kalilauge;bei gleichzeitiger Einwirkung von Natrium und Kohlensäureanhydrid aufBromstyrol: C 6 H b .CH=CHBr; bei mehrstündigem Erhitzen von Benzaldehydmit Malonsäure (mit oder ohne Natriumacetat) auf 130 bis 140° (A. Michael),und beim Erhitzen von Benzaldehyd mit Acetylchlorid auf 120 bis 130"(Bertagnini):
C'H 5 .0H:O -f CH 3 .C0C1 = HCl + C 6 H\CH=CH—CO .OH.
Darstellung. Zur Darstellung der Zimtsäure kocht man Storax (1 Tl.)längere Zeit unter Ergänzung des verdampfenden Wassers mit überschüssigerNatronlauge (2 Tle. von 15 Proz.), gießt die Lauge alsdann ab, kocht das Un-gelöste noch wiederholt mit Wasser aus und scheidet aus den filtriertenLösungen die Zimtsäure durch Zusatz von Salzsäure ab. Nimmt man dasKochen mit Natronlauge in einem Destillationsapparat vor, so gehen Styrolund Zimtalkohol über, während zimtsaures Natrium im Rückstände verbleibt.Die abgeschiedene Zimtsäure ist nach dem vollständigen Erkalten zu sammeln lmit wenig kaltem Wasser zu waschen, alsdann in Ammoniumcarbonatlösungaufzulösen und aus der filtrierten Lösung durch Salzsäure wieder zu fällen.Die weitere Reinigung der Zimtsäure geschieht durch Umkristallisation desgetrockneten Niederschlages aus siedendem Wasser unter Zusatz von etwasTierkohle oder aus siedendem Ligroin (Siedep. 105 bis 130°).
Die technische Gewinnung der Zimtsäure geschieht durch Erhitzen vonAcetylchlorid mit Benzaldehyd (aus Toluol dargestellt, s. S. 1127) auf 120bis 130" oder durch mehrstündiges Erhitzen am Rückflußkühler von Benz-aldehyd (3 Tln.), wasserfreiem Natriumacetat (2 Tln.) und Essigsäureanhydrid(3 Tln.) — Perkin. Noch zweckmäßiger läßt sich die Zimtsäure durchErhitzen von Benzalchlorid : C 6 H 5 —OHC1* (1 Tl.), mit wasserfreiem Natrium-acetat (2 Tln.) auf 180 bis 200° (Bad. Anilin- und Sodafabrik) oder durchgelindes Erwärmen von Benzylidenaceton: C , H i .CH=CH—CO—CH S (durchEinwirkung von Benzaldehyd auf Aceton bei Gegenwart von Natronlaugedarstellbar) mit Natriumhypochloritlösung (Höchster Farbwerke) erhalten.
Eigenschaften. Die naturelle Zimtsäure (Btoraxziintsäure) kristalli-siert aus heißem Wasser in farblosen, fast geruchlosen Nadeln, aus Alkoholin dicken, rhombischen Prismen. Sie schmilzt bei 134 bis 135" und siedetbei 300" unter teilweiser Zersetzung. Bei vorsichtigem Erhitzen läßt sie sichunzersetzt sublimieren und bei raschem Erhitzen auch fast unzersetzt destil-lieren. Bei wiederholter langsamer Destillation zerfällt die Zimtsäure voll-ständig in Styrol und Kohlensäureanhydrid. Mit den Wasserdämpfen ist sieebenfalls flüchtig. In kaltem Wasser ist sie schwer löslich (1 : 3500), leichtlöslich dagegen in kochendem Wasser und in Alkohol. 1 Tl. Zimtsäure löst
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