Tannopin, Tannoform, Tannigen, Ellagsäure.
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Jedes Cubikcentimeter der verbrauchten '/„-Normal-Jodlösung entspricht so-mit 0,02 g metallischen Quecksilbers.
Das Quecksilberoxydultannat, welches von Lustgarten arzneilichempfohlen ist, werde vor Licht geschützt aufbewahrt.
Tannon, Tannopin, soll ein Kondensationsprodukt von 3 Mol. Tanninmit 1 Mol. Hexamethylentetramin (s. S. 344) sein, welches 87,3 Proz. Tan-nin enthält. Über die Darstellungsweise dieses Antidiarrhoikums fehlennähere Angaben. Dasselbe ist ein rehbraunes, geruch- und geschmacklosesPulver, welches in Wasser, Alkohol und Äther unlöslich, löslich in ver-dünnter Sodalösung und Natronlauge ist (Brestowski). Beim Erhitzen,sowie heim Kochen mit verdünnter Schwefelsäure spaltet das TannopinFormaldehyd, heim Kochen mit Natronlauge Ammoniak ab.
Tannoform, Methylenditannin, soll ein Kondensationsprodukt vonFormaldehyd mit Tannin sein, welches gegen Darmkatarrh und als Antisepti-kum (Streupulver) empfohlen wird. Schwach rosa gefärbtes, leichtes Pulver,welches unlöslich in Wasser, löslich in Alkohol, Ammoniak und Natronlaugeist (E. Merck). Schmelzpunkt etwa 230" unter Zersetzung. 0,01g Tanno-form löst sich in 2 ccm reiner Schwefelsäure mit gelbbrauner Farbe, welchebeim Erhitzen zunächst in Grün und dann in Blau übergeht.
Pentacetyldigallussäure: C 1 ''H !, (C l! H 3 0) 5 O l> , resultiert beim ein-stündigen Kochen von Digallussäure mit Essigsäureanhydrid. Kugelige Kri-stallaggregate (aus Alkohol), die hei 137° schmelzen; fast unlöslich in "Wasser,löslich in siedendem Alkohol.
Acetyltannin, Tannigen, wird als Adstringens arzneilich empfohlen(H. Meyer). Das Tannigen ist Gallusger hsäure, in welcher ein Teil derHydroxylwasserstoffatome durch Acetyl ersetzt ist. Dasselbe soll durch Er-hitzen von Tannin mit Essigsäureanhydrid, bei Gegenwart von Eisessig oderEssigäther, am Rückflußkühler, Eingießen des Beaktionsproduktes in "Wasserund Auswaschen der ausgeschiedenen Masse mit warmem "Wasser erhaltenwerden. Das Tannigen bildet ein gelblichgraues, geruch- und geschmack-loses, hei 187 bis 190" schmelzendes Pulver. Unter "Wasser erweicht es schongegen 50° zu einer fadenziehenden Masse. In Wasser ist es kaum löslich,ehenso in Äther. Von kaltem Alkohol, von verdünnten Lösungen von Natrium-phosphat, Natriumkarbonat und Borax wird es leicht gelöst. Gegen Eisen-oxydsalze verhält es sich ähnlich wie das Tannin.
Ellagsäure : CWO 8 -+- 2 H s O, Gallogen, findet sich in geringer Mengein den Himbeeren, in der Granatwurzelrinde, in der Tormentillwurzel, in derEichen- und Fichtenrinde, in den Galläpfeln, in den Dividivischoten, Myro-halanen, Algarobillafrüchten und anderen Ellagengerbsäure enthaltendenMaterialien. Sie bildet ferner einen Hauptbestandteil der unter dem NamenBezoare bekannten Darmkonkretionen einer persischen Ziegenart — Bezoar-säure — (Wöhler). Sie wird gehildet bei Einwirkung von Luft oder vonWasserstoffsuperoxyd auf Gerbsäure- und Gallussäurelösung; bei Einwirkungvon Phosphorchlorid, von Jod und "Wasser, und von Arsensäure auf Gallus-säure; hei der Zersetzung von Gallussäureäthyläther mit Natriumkarbonat,sowie durch Zersetzung der Granatwurzel-, der Birkenhlätter- und der Ellagen-gerbsäure (s. dort).
Zur Darstellung der Ellagsäure dienen die Bückstände von der Tannin-gewinnung aus Galläpfeln oder hesser die Ellagengerbsäure enthaltendenDividivischoten, Algarohilla- und Myrohalanenfrüchte. Diese Materialienwerden mit Wasser ausgekocht und die hierdurch gewonnenen Auszüge, nachZusatz von etwas verdünnter Schwefelsäure, alsdann eingekocht. Die beimErkalten ausgeschiedene rohe Ellagsäure wird hierauf gesammelt, mit Wasser
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