Vorwort zur ersten Auflage.
VII
ableiten lassen. Diese Kohlenwasserstoffe, im Verein mit ihrenmittelbaren und unmittelbaren Abkömmlingen, sind daher auchin dem vorliegenden Bande, nach einer kurzen Besprechung derallgemeinen chemischen und physikalischen Eigenschaften derorganischen Verbindungen und einer übersichtlichen Zusammen-stellung der wichtigsten Theorien, welche auf dem Gebiete derorganischen Chemie geherrscht haben, als Verbindungen mitoffener Kohlenstoffkette oder als das Methan und seine Derivatezunächst behandelt worden. Hieran schließen sich sodann in einemgesonderten Abschnitte, die organischen Verbindungen mit ge-schlossener, ringförmiger Kohlenstoff kette, die aromatischen Ver-bindungen oder das Benzol und seine Abkömmlinge, mit Einschlußder Indigogruppe und der wichtigsten Teerfarbstoffe. Die weiterenAbschnitte des Werkes enthalten eine Besprechung derjenigen, zumTeil chemisch nur wenig charakterisierten Verbindungen, welcheihrer Konstitution nach vermutlich zu den Benzolderivaten in naherBeziehung stehen, wie die der ätherischen öle, der Kampferarten,der Harze, der harzhaltigen Pflanzenextrakte, des Kautschuks undder Guttapercha, der Gerbstoffe und der Flechtensäuren. Hieranreiht sich eine Erörterung der Gruppe der Pyridin- und Chinolinbasen,sowie der diesen Verbindungen anscheinend nahestehenden Gruppeder Alkaloide oder PHanzenbasen. Den Schluß des Werkes bildeteine Besprechung der vorläufig nur verhältnismäßig wenig studiertenKörper, welche als Bitterstoffe, Glycoside, Pflanzen- und Tierfarbstoffe,Eiweißkörper, leimartige Stoffe, Gallenbestandteile und Humus-körper bezeichnet werden.
Bei der [Besprechung der einzelnen Körpergruppen ist nachMöglichkeit ein gleichartiger Gang befolgt worden, indem zunächstder Charakter der Gruppe, sodann das Vorkommen, weiter dieallgemeinen Bildungsweisen und schließlich die allgemeinen Eigen-schaften der der betreffenden Gruppe angehörenden Verbindungen,sowie deren Beziehungen zu einander, erörtert wurden. Ahnlichesgilt von den sich hieran schließenden Erörterungen der Verbindungen,welche als die wichtigsten Repräsentanten der Gruppen erscheinen.
Von den Darstellungsmethoden der einzelnen Körper sind be-sonders eingehend die in dem pharmazeutisch-chemischen Labora-torium verwendbaren besprochen, während die technischen Ge-winnungsweisen in mehr gedrängter Kürze erörtert sind. An dieBeschreibung der Darstellungsmethoden reiht sich eine Erörterung