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2. Organische Chemie 1. Abt. (1910) Organische Verbindungen mit offener Kohlenstoffkette
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Oxalate.

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Wasser: C'CaO 4 -f- 3H 2 0, und bildet höchst charakteristische Kristalle, welcheunter dem Mikroskop in zierlichen, glänzenden, das Licht stark brechendenQuadratoktaedern, die mit Briefkuverten Ähnlichkeit haben (siehe Fig. 41),erscheinen.

Baryumoxalat: C'BaO 4 + H 2 0, und Strontiumoxalat: C 2 Sr0 4-f- H 2 0, sind weiße, in Wasser schwer, in heißer wässeriger Oxalsäurelösung,unter Bildung saurer Salze: C 2 Ba0 4 -f C 2 H 2 0 4 + 2H 2 0, C 2 Sr0 4 -f- C 2 H'0 4-f- 2H 2 0, lösliche Pulver.

Bleioxalat: C 2 Pb0 4 , ist ein weißes, in Wasser und in verdünnter Essig-säure unlösliches Pulver. Ein Basisch-Bleioxalat: C 2 Pb0 4 -f- 2PbO,entsteht beim Fällen von Ammoniumoxalatlösung mit Bleiessig.

Magnesiumoxalat: C 2 Mg0 4 -f" 2H 2 0, ist ein weißes, in Wassernahezu unlösliches, in" Kalium- und Ammoniumoxalat, sowie in anderenAimnoniumsalzlösungen lösliches Pulver.

Das Zinkoxalat: 0 2 ZnO' -)- 2H 2 0, und das Cadmiumoxalat:C 2 Cd0 4 +2H 2 0, bilden je ein weißes, das Nickeloxalat: C 2 Ni0 4 +2H 2 0,ein grünlich-weißes, das Kobaltoxalat: C 2 Co0 4 -f- 2H 2 0, ein rosenrotes,das Kupferoxalat: C 2 Cu0 4 -\- H 2 0, ein blaugrünes Pulver, welches je inWasser nahezu unlöslich, in Ammoniak und in Alkalioxalaten unter Bildungvon Doppelsalzen löslich ist. Das Zink - und das Kupferoxalat sind auch inMineralsäuren schwer löslich.

Ferrooxalat: C 2 0 4 Fe -\- 2H 2 0, findet sich in Braunkohlenlagern alsHumboldtit oder Oxalit in gelben, haarförmigen Kristallen, meist aberin derben Massen. Künstlich wird es als schön gelber, in Wasser fast un-löslicher Niederschlag erhalten durch Wechselwirkung äquivalenter Mengenvon Ferrosulfat- und Kaliumoxalatlösung. Ferro-Kaliumoxalat: C s 0 4 Fe-|- C 2 0'K 2 -\- H 2 0, wird erhalten durch Kochen einer Lösung von frischgefälltem Ferrooxalat mit Kaliumoxalatlösung in einer C 0 2 -Atmosphäre.Scheidet sich beim Erkalten in gelben Kristallen aus, welche sich in feuchtemZustande leicht oxydieren. Wirkt in saurer und alkalischer Lösung als starkesfieduktionsmittel und findet daher für photographische Zwecke Anwendung.

Eerrioxalat: (C 2 O 4 ) 3 Fe", ist ein wenig beständiges, in Wasser leichtlösliches Salz. Ammoniumoxalat scheidet aus Ferrisalzlösung, namentlichauf Zusatz von Alkohol, einen rotbraunen Niederschlag eines basischen Salzesaus, welcher sich in einem Überschüsse des Fällungsmittels, unter Bildungeines Doppelsalzes, wieder löst. Ferrikaliumoxalat: FeK 3 (C 2 0 4 ) 3 -f- 3 H 2 O,wird in smaragdgrünen Kristallen erhalten, wenn eine kalt gesättigte Ferro-sulfatlösung mit so viel Kaliumoxalatlösung versetzt wird, bis eine klare, blut-rote Lösung entsteht, und letztere, nach Zusatz von wenig freier Oxalsäure,unter geringem Luftzutritt dann sich selbst überlassen wird (A. Scholz).

Das Manganoxalat: C 2 Mn0 4 -f- 2H 2 0, bildet ein rötliches, dasChromoxalat: (C 2 0 4 ) 3 Cr 2 , ein blaßgrünes, das Aluminiumoxalat:(G 2 0 4 ) 3 A1 2 , ein weißes Pulver, welches je in Wasser unlöslich ist, sich aberin einem Überschuß von Alkalioxalat zu Doppelsalzen löst.

Das Quecksilberoxyduloxalat: C 2 Hg 2 0 4 , das Quecksilberoxyd-oxalat: 0 2 Hg0 4 (s. I. anorg. Tl., S. 1068), und das Silberoxalat: C 2 Ag 2 0 4 ,sind weiße, in Wasser und in Oxalsäure unlösliche Pulver. Die beidenletzteren Salze explodieren durch Stoß und Schlag, ebenso beim Erhitzen.

Malonsiiure: C 3 H 4 0 4 oder CH 2

rn" OTT' ^ n ^ et s i°h m kleiner Mengein den Blinkelrüben (Lippmann). Künstlich entsteht sie beim Kochen von• 'yanessigsäure (s. S. 506) mit Kalilauge oder Salzsäure, bei vorsichtiger Oxy-