Halogenabkömmliage der Kohlenwasserstoffe.
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Da diese Darstellungsweise sieh jedoch nur auf die Gewinnungder Chloriire und Broruüre, nicht dagegen auf die Jodüre erstreckt undauch hierbei, wenigstens bei den kohlenstoffärmeren Kohlenwasserstoffen,meist ein Gemenge von mehreren Substitutionsprodukten gebildet wird,so findet sie nur selten eine praktische Anwendung.
Zur Darstellung der Monohalogensubstitutionsprodukte derEthane oder der Halogenverbindungen der einwertigen Alko-holradikale, Halogenalkyle, geht man gewöhnlich aus von deneinatomigen Alkoholen. Letztere werden durch Austausch der 0H-Gruppe gegen Halogen in jene Produkte übergeführt durch Einwirkunggasförmigen Halogen Wasserstoffs, besonders in der Wärme, oder nochleichter durch die Einwirkung der Halogenverbindungen des Phosphors
z. B.:
- HCl = H 2 0
CH'.OEMethylalkohol
C 2 H 5 .OHÄthylalkohol3C 3 H 7 .OHPropylalkohol
HBr
+ PJ 3
= H 2 0
= H 3 P0 3
+ CH 3 C1Chlormethyl
+ C 2 H 5 BrBromäthyl+ 3C 3 H 7 JJodpropyl.
Die Halogenalkyle entstehen auch durch Einwirkung von Halogen-wasserstoff auf die Olefine. Das Halogenatom tritt hierbei stets andas Kohlenstoffatom, an welches die wenigsten Wasserstoffatome ge-bunden sind, z. B.:
CH 3 —CH=CH 2 -f HJ = CH 3 —CHJ—CH 3Propylen Isopropyljodid.
Die Dihalogensubstitutionsprodukte der Ethane oder dieHalogen Verbindungen der zweiwertigen Alkoholradikale sind,wie bereits S. 139 erwähnt, zum Teil identisch, zum Teil isomer mitden Halogenadditionsprodukten der Alkylene. Behufs Darstellungdieser Verbindungen unterwirft man gewöhnlich die Halogenverbin-dungen der einwertigen Alkoholradikale einer weiteren Einwirkung derHalogene, oder man läßt letztere auf die Alkylene einwirken, z. B.:
CH 3 C1 + 2C1 = HCl 4- CH 2 C1 !Chlormethyl Methylenchlorid
_C 8 H 4 4 2C1 ==;__ C 2 H 4 C1'Äthylen Äthylenchlorid.
Eine andere Bereitungsweise der Dihalogensubstitutionsprodukteder Ethane besteht darin, daß man die Aldehyde einbasischer Säurenoder die Ketone mit Phosphorpentachlorid: PCI 5 , in Reaktion bringt,z. B.:
CH 3 — CH:0 4- PCI 5 = CH 3 —CHC1 2 4 POC1 3
Acetaldehyd Äthylidenchlorid
CH 3 —CO—CH 3 4 PCI 5 = CH 3 —CC1 2 —OH 3 4 POOl 3Aceton Dichlorpropan.
Die hierbei entstehenden Produkte werden durch fraktionierteDestillation voneinander getrennt.
Schmidt, Pharmazeutische Chemie. II. 11
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