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Terpinen.
Das Nitrosit schmilzt bei 153° und verhält sich gegen Brom wieeine gesättigte Verbindung. Durch Umsetzung mit organischen Basenentstehen Terpinennitrolamine. Durch Reduction mit Natrium undAlkohol 1 bilden sich neben Cymol und einem Kohlenwasserstoff C B H 14 2zwei bisher unaufgeklärte Substanzen, eine Base C 10 H 17 -NH 2 und einKetonC 10 H lg O. Bei der Einwirkung von alkoholischer Kalilauge spaltet sichStickoxydul und salpetrige Säure ab, und es entsteht ein Körper C 10 H 16 N0 2 ,den Semmleh 2 für ein Oxydaldoxim ansieht.
Semmler fasst das Terpinen als zf' (7M(8, -Menthadien auf. Er stützt sich auf dieThatsache, dass bei der trockenen Destillation des Dihydrocarvylaminchlorhydratsnicht Dipenten entsteht, wie man eigentlich erwarten sollte, sondern Terpinen, undnimmt daher an, dass die eine doppelte Bindung in die Methylseitenkette nach A I(7 >gewandert ist:
C-CH,
H,
H,
!H
CH.Dipenten
H-CCH 3H»C / "\CH-NH 2
CH,
h
CH.
CH,CH,
H,0
s s / J °H, CH,
CH-C<
^CH,
H,CK X CH,
h,o
Dihydrocarvylamin
Dann erklärt sich die Bildung des Oxydaldoxims aus dem Terpinenriitrosit durchAnlagerung von N 2 0 3 an A im und darauffolgende Abspaltung von NOH:
CH 3 /CH, • CH,
^C-HC Nc—CH:NOH
CH,
\CH,.CH, X)-NOTerpinennitrosit
CH 8\c-HC
CH S • CH 2
CH,
>C—C:NOH.
V
o
Oxydaldoxim
Diese Auffassung zieht nun verschiedene wichtige Reactionen nicht in Be-tracht, die für das Terpinen hauptsächlich durch Beobachtungen Wallach's bekanntgeworden sind.
Das Terpinen lässt sich nicht mit Halogenwasserstoff in Dipentendihydrohalo-genid umwandeln; daher sind folgende vier Configurationen für diesen Kohlen-wasserstoff zu verwerfen, welche sämmtlich Dipentendihydrobromid ergeben müssten:
>T\-
II
III
XX
IV
I und III scheiden schon an und für sich aus, da sie dem Dipenten und Terpinolenzukommen.
1 Wallach u. H. Lauffer, Ann. 313, 361 (1900).* Semmler, Ber. 34, 715 (1901).