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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1923) Einkernige isocyclische Verbindungen
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Nachweis von Doppelbindungen in

+ m->-

Br X

Dieses Verhalten von dibromirten Verbindungen zeigen die Körper der aliphatischenund hydroaromatischen Reihe gemeinsam. Sind die beiden Bromatome an benach-barte Kohlenstoffatome gebunden, so werden sie bei der Eeduction mit Zinkstaubund Essigsäure unter Bildung einer doppelten Bindung zwischen diesen beiden Kohlen-stoffatomen herausgenommen; z. B. liefert a, ^-Dibrombuttersäure die Crotonsäure:CH,-CHBr CHBr.COOH —>• CH 3 -CH=CHCOOH.

Sind • dagegen die beiden Bromatome nicht benachbart und befindet sich zwischen

beiden eine Methylengruppe, so wird bei der Reduction an Stelle der Bromatome

Wasserstoff eingeführt; z. B. liefert die er, y-Dibromvaleriansäure hierbei Valeriansäure:

CH 3 • CHBr • CH 2 • CHBr • COOH + 4 H = CH 3 • CH, • CH 2 • CH 2 • COOH + 2 HBr.

Auf Grund des geschilderten Verhaltens muss daher angenommen werden, dass diebeiden Bromatome sich auch in dem Dibromid der Tetrahydrosäure an benachbartenKohlenstoffatomen befinden, und dass letztere selbst eine doppelte Bindung zwischenzwei solchen Atomen enthält. 1

Eine analoge Betrachtung des Ver 1 altens der zweiten Tetrahydrosäure (Formela' bezw. b' auf S. 768) gegen Brom lehrt, dass auch in dieser Säure keine Para-bindung, sondern eine gewöhnliche Doppelbindung vorhanden ist. Hätte nämlichdiese Tetrahydrosäure eine Parabindung, so würde sie mit Brom ein Produkt liefern,in dem sich die Bromatome in der Para-Stellung befinden:

4- ÖBr

H X H X

Dieses Dibromid müsste identisch sein mit dem aus einer wohl bekannten Dihydro-terephtalsäure durch Addition von 2 Mol. Brom Wasserstoff entstehenden Dihydrobromid:

H X H X

r^Nßr

4- 2HBr =

1 Baeyeb, Ann. 251, 258 (1889).