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Piper insäur c.
Homologe der Oxyzimmtsäuren, welche in der Seitenkette methylirtsind, wie OH-C ( .H 4 CH:CH(CH 3 )-C0 2 H, können aus Oxyaldehyden durchdie PERKiN'sche Reaction unter Anwendung von Propionsäureanhydridund propionsaurem Natrium gewonnen werden. Sie besitzen an sichwenig Interesse, haben indess in Form ihrer Aethersäuren als Zwischen-glieder bei der Synthese des Anethols, Isoeugenols und Isosafrols (vgl.S. 433, 435, 436) nützliche Verwendung gefunden.
Unter den Oxysäuren, welche die Carboxylgruppe vom Benzolkerndurch eine längere, ungesättigte Seitenkette getrennt enthalten, sind diefolgenden drei Säuren:
CH, 2
,0-
^0-
-CH 2 • CH: CH • CH 2 • C0. 2 H (V) ,
«-Hydropiperinsäure
—CH 2 .CH 2 -CH:CHC0 2 H,
I^-Hydropiperinsiiure
-CH:CHCH:CH-C0 2 H
Piperinsäure
durch ihre Beziehungen zum Pfeffer-Alkalold „Piperin" und in theore-tischer Hinsicht bemerkenswerth. Da die Hydropiperinsäuren, welchein der Seitenkette eine Doppelbindung enthalten, aus der zwei Doppel-bindungen aufweisenden Piperinsäure entstehen, so sei zunächst die letztereSäure besprochen.
Die Piperinsäure' wurde von v. Babo und Kellee bei der Spaltungdes Piperins entdeckt; sie entsteht aus dem Piperin neben Piperidindurch Kochen mit alkoholischem Kali; synthetisch ist sie von Ladenbubg
und Scholtz aus dem Piperonylakroleln (vgl. S. 524) CH 2 <; NC 6 H 3 -
CH:CHCHO durch Einwirkung von Essigsäureanhydrid und Natrium-acetat nach der PERKiN'schen Reaction gewonnen. Durch diese Syntheseist die obige Structurformel einer Methylendioxy-Cinnamenylakryl-säure (vgl. S. 617), welche von Fittig und Mielck aus dem Verhaltender Säure abgeleitet war, sicher erwiesen. Die Piperinsäure krystallisirtaus Alkohol in Nadeln, welche sich am Licht rasch gelb färben, schmilztbei 215°, ist in Wasser beinahe unlöslich, in kaltem Alkohol wenig
1 v. Babo u. Keller, Jb. 1857, 513. — Strecker, Ann. 105, 318 (1858); 118,280 (1860). — Fittio u. Mielck, Ann. 152, 28 (1869); 172, 134 (1874). — Doebher,Ber. 23, 2375 (1890). — Ladenbürg u. Scholtz, Ber. 27, 2958 (1894). — Scholtz,Ber. 28, 1190 (1895). — H. Meyer, Monatsh. 22, 800 (1901).