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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1923) Einkernige isocyclische Verbindungen
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Einbasische Phenylfettsäuren.

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Besonders hervorzuheben ist die von E. u. H. Salkowski ' entdeckteBildung zweier Säuren dieser Reihe nämlich der Phenylessigsäureund /3-Phenylpropionsäure (Hydrozimmtsäure) bei der Spaltung vonEiweisskörpern durch Fäulnissprocesse.

Die Stärke der Säuren nimmt wenigstens bei den erstenGliedern mit wachsender Entfernung der Phenylgruppe von derCarboxylgruppe ab, wie sich aus den folgenden Dissociationsconstanten 2(vgl. auch S. 535, 568, 580) ergiebt:

Benzoesäure C 6 H 6 -C0 2 HPhenylessigsäure C 6 H 5 CH, CO,HHydrozimmtsäure C 6 H 5 CH 2 CH, C0 2 H

K = 0-00600, = 0-00556, = 0-00227.

Die Umwandlungen der Carboxylgruppe vollziehen sich beidiesen Säuren, deren Carboxylgruppe jaaliphatisch gebunden" ist, meistin ganz analoger Weise, wie bei den aliphatischen Säuren selbst. EinVergleich in Bezug auf die Reactionsfähigkeit der direct und der nichtdirect an den Benzolkern gebundenen Carboxylgruppe wurde durch dasStudium der Esterificirungsgeschwindigkeit der Phenylessigsäure 3 ermög-licht. Es ergab sich, dass die Phenylessigsäure ganz unvergleichlichleichter esterificirbar als die Benzoesäure ist. Schliesst man sich denS. 543 545 mitgetheilten stereochemischen Erwägungen an, so kann manaus diesem Befund die Folgerung ziehen, dass die beiden orthoständigenBenzolwasserstoffatome dem Carboxyl der Benzoesäure räumlich näherstehen (und daher seiner Reactionsfähigkeit hinderlicher sind) als diebeiden Methylenwasserstoffatome dem Carboxyl der Phenylessigsäure:

H CO,H

CO,H

H.

M

...H.

I

c.

-H

-C-H

Substitutionsprodukte können sich von den Phenylfettsäurentheils durch Austausch von Wasserstoffatomen der Seitenkette oder vonsolchen des Benzolkerns ableiten:

C 0 H 6 -CHC1-C0 2 H oder C1-C 6 H 4 -CH 2 -C0 2 H.

Unter den Substitutionsprodukten der ersteren Art sind diejenigen Di-halogenderivate, welche durch Halogenaddition an ungesättigte Säurenentstehen:

C 6 H 5 -CH:CH-C0 2 H + Br, = C 6 H 6 -CHBr-CHBi-C0 2 H ,

1 Ztschr. f. physiol. Chem. 2, 424 (1878); 9, 491 (1885); Ber. 12, 107, 648(1879).

2 Ostwald, Ztschr. f. physik. Chem. 3, 270 (1889).

3 V. Meyer, Ber. 28, 3197 (1895). Shukoff, ebenda, 3201. H. Goldschmidt,Ber. 28, 3224 (1895); 29, 2208 (1896). Vgl. auch: E. Fischer u. Speier, Ber. 28,3254 (1895). Menschutkin, Ber. 31, 1429 (1898). E. Fischer u. Dilthey, Ber.35, 846, 855 (1902).

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