Nitrosobenzoesäure.
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und liefert durch Wasserentziehung das in kaltem Wasser unlösliche Anhydrid
/S0 2XC«H.< /O — grosse, bei 128° schmelzende Tafeln. — Meta-Sulfobenzoesäure'
\<XKentsteht als Hauptprodukt bei der Sulfurirung von Benzoesäure mit rauchenderSchwefelsäure neben wenig Para-Säure. Para-Sulfobenzoesiiure 2 wird durch Oxy-dation von p-Toluolsulfosäure gewonnen.
C. Nitroso- und Nitro-Derivate.
Ortho-Nitrosobenzoesäure 3 C 0 H 4 (NO)(CO 2 H) ist (neben Benzoe-säure und Benzoylanthranilsäure) aus einem Indolderivat, das aus Ben-zolnoxim C 6 H 5 -C(:NOH)-CH(OH)-C 0 H 6 durch Wasserabspaltung entstehtund wohl eine der beiden folgenden Formeln:
C 8 H 5 -C____C-OH
I I
NH—C 0 H«
C 6 H 5 -C=^CHoder | |
OH—N------ C 6 H 4
besitzt, durch Oxydation mit Kaliumpermanganat erhalten worden. Siebildet ziemlich derbe und nahezu farblose Krystalle, giebt aber mitAlkohol und Eisessig, sowie mit Ammoniak grün gefärbte Lösungen (vgl.Nitrosobenzol S. 147). In Aether und Benzol löst sie sich ausserordent-lich schwer. Im Capillarrohr rasch erhitzt, färbt sie sich über 180°dunkel und schmilzt dann ganz unscharf gegen 210° unter totaler Zer-setzung. Durch Reduction mit Schwefelammonium liefert sie Anthranil-säure (S. 574—575).
Bei der Nitrirung der Benzoesäure entsteht als Hauptprodukt dieMeta-Nitrobcnzogsäure C 6 H 4 (NO) 3 • C0 2 H — löslich in ca. 300 Thln.Wasser von 20°, in 10 Thln. Wasser von 100° —, die daher sehr leichtzugänglich ist. Daneben bilden sich etwa 20°/ 0 Ortho- und etwa 2°/ 0Para-Nitrobenzocsäure; die beiden letzteren Säuren gewinnt man be-quemer durch Oxydation der entsprechenden Nitrotoluole (S. 157) oderNitrobenzylchloride (S. 162—163) mit Kaliumpermanganat. Währendm- oder p-Nitrobenzoesäure, wie fast alle aromatischen Nitroverbindungenintensiv bitter schmecken, besitzt die Orthonitrobenzoesäure einen in-tensiv süssen, zuckerartigen Geschmack.
Darstellung von m-Nitrobenzoesäure. Zu einem innigen Gemisch von100 g durch Schmelzen entwässerter Benzoesäure und 200 g Kaliumnitrat fügt mannach und nach unter fortwährendem Umrühren 300 g 100 procentige Schwefelsäure;
1 Mitscherhch, Poqg. 32, 227 (1834). — Fehling, Ann. 27, 322 (1838). —Kämmerer u. Carius, Ann. 131, 155 (1864). — Bakth, Ann. 148, 33 (1868). —Oppenheim, Ber. 3, 736 (1870). — AnoR u. Oppenheim, ebenda, 738. — Kämmerer,Ber. 4, 219 (1871). - Wiesinger u. Vollbrecht, Ber. 10, 1715 (1877). — Gatter-hann, Ber. 24, 2121 (1891). — Offermann, Ann. 280, 5 (1894).
* Rudnew, Ann. 173, 16 (1874). — Eemsen, Ann. 178, 279 (1875). — Wie-singer u. Vollbrecht, Ber. 10, 1715 (1877). — Remsen u. Muckenfüss, Chem.Centralbl. 1896 II, 33.
8 E. Fischer Ber. 29, 2062 (1896).