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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1923) Einkernige isocyclische Verbindungen
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Anhydrid, Superoxyd und Ester der Benzoesäure.

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Soda in Gegenwart von Pyridin, aus Benzotriehlorid (S. 122) durch Behandlung mitwasserfreier Oxalsäure oder concentrirter Schwefelsäure. Es ist sehr beständiggegen Wasser und wässerige Natronlauge; durch alkoholisches Natron wird es inNatriumbenzoat übergeführt. Als Laboratoriumsreagens erleidet es im Gegensatzzum Essigsäureanhydrid (vgl. Bd. I, S. 353) kaum Verwendung.

Benzoylsuperoxyd (C 6 H 5 • CO) 2 0. 2 kann sehr leicht durch Benzoylirung vonWasserstoffsuperoxyd nach dem ScHOTTEN-BAUMANN'schen Verfahren (S. 546) gewonnenwerden; über seine Bildung aus Benzaldehyd durch Oxydation vgl. S. 482. Eskrystallisirt aus wässerigem Alkohol in schönen farblosen Prismen; beim Erhitzenüber den Schmelzpunkt verpufft es; es entfärbt nicht Kaliumpermanganatlösung;bei der Einwirkung auf ätherische Phenylhydrazinlösung oder auf alkoholischesAmmoniak entwickelt es Stickstoff, während gleichzeitig Benzoylphenylhydrazin(S. 563) oder benzoesaures Ammoniak entsteht. Sein Moleculargewicht ist durchUntersuchung seiner Lösungen bestimmt.

Zur Darstellung der Benzoesiiureester können die gleichen Methoden benutztwerden, wie zur Darstellung der Fettsäureester (vgl. Bd. I, S. 356). Wie E. Fischerneuerdings gezeigt hat, genügen bei der gewöhnlich angewendeten Methode — Ein-wirkung von Schwefelsäure oder Chlorwasserstoff auf das Gemisch von Säure undAlkohol — sehr kleine Mengen der Mineralsäure'. Sehr häufig bedient man sichzur Darstellung der Benzoesäureester des Schotten- Baumann 'sehen Verfahrens(S. 546). — Indem man die Ester durch Kochen mit alkoholischem Kali verseift,darauf das Verscifungsgemisch mit Phosphorsäure ansäuert, mit Wasserdampf ab-destillirt und im Destillat die Benzoesäure mit l / 10 Normalalkali titrirt, kann maneine quantitative Bestimmung der Benzoylgruppen 2 an den Estern aus-führen.

Darstellung von Benzoesäureäthylester: Man kocht 50 g Benzoesäure,100 g absoluten Alkohol und 10 g concentrirte Schwefelsäure vier Stunden am Bück-flusskühler, destillirt dann etwa die Hälfte des Alkohols auf dem Wasserbade abund fügt zum Bückstand 300 cem Wasser. Hierauf neutralisirt man mit festemgepulvertem Natriumcarbonat, nimmt den ölig abgeschiedenen Ester in Aether aufund trocknet die ätherische Lösung mit Kaliumcarbonat; nach dem Verjagen desAethers rectificirt man schliesslich den Benzoesäureester.

Ueber die physikalischen Eigenschaften einzelner hierher gehöriger Substanzenvgl. die Tabelle Nr. 61 auf S. 548, daselbst auch die Literatur.

C. Thiobenzoesäuren 3 .

Thiobenzoesiiure C 0 H,-COSH entsteht als Kaliumsalz (gelbliehe Tafeln)durch Umsetzung von Benzoylchlorid, Phenylbenzoat oder Benzoesäureanhydrid mitalkoholischem Schwefelkalium; die freie Säure ist ein schweflig riechendes Oel,erstarrt in der Kälte und schmilzt dann bei etwa 24°; sie geht durch Oxydationleicht in Benzoyldisulfid (C Ü H 5 • CO)»S 2 (Schmelzpunkt 128°) über. Durch Einwirkungvon Benzoylchlorid auf das Kaliumsalz entsteht Benzoylsulfid (C G H 5 -CO) 2 S (Schmelz-punkt 48°).

1 E. Fischer u. Speier, Ber. 28, 3252 (1895).

2 R. Meyer u. H. Meyer, Ber. 28, 2965 (1895).

8 Cloez, Ann. 115, 27 (1860). — Moslino, Ann. 118, 304 (1861). — Fleischer,Ann. 140, 236 (1866). — Engelhardt, Latschinow u. Malyschepf, Ztschr. Chem.1868, 353. — Engelhardt u. Latschinow, ebenda, 455. — Klinoer, Ber. 15, 862(1882). — M. Busch u. Stern, Ber. 29, 2150 (1896).

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