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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1923) Einkernige isocyclische Verbindungen
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Anilinschwarz.

Bildung durch Oxydation von Anilinsalzen schon S. 171 erwähnt wurde.Er entsteht aus dem Anilin durch Wasserstoffentziehung, wie sich ausseinen Analysen, die annähernd zu dem einfachsten Ausdruck C 6 H 5 Nführen, ergiebt; doch gelang es bisher nicht, seine Moleculargrösse undseine Constitution zu ermitteln. Durch energische Oxydation wird er fastvollständig in Chinon, durch energische Reduction hauptsächlich inp-Phenylendiamin und p-Diamidodiphenylamin übergeführt. Für dietechnische Verwendung wird er nicht in Substanz dargestellt, sondernstets auf der Blaser erzeugt (vgl. S. 269). In der Kattundruckerei drucktman z. B. ein mit Stärkekleister verdicktes Gemisch von salzsauremAnilin, Kaliumchlorat und einem als Sauerstoffüberträger für das Chloratwirkenden Stoff (Schwefelkupfer, Ferro- oder Ferricyankalium etc.) aufdas Zeug und lässt durch Hängen in einem auf ca. 30° geheizten feuchtenRaum den Farbstoff sich entwickeln; für die Baumwollfärberei tränktman den Stoff gewöhnlich mit einer Mischung aus stark schwefelsaurerAnilinlösung und Kaliumbichromatlösung, entwickelt den Farbstoff durchErhitzen und lässt schliesslich eine Passage durch ein schwach alkalischesBad folgen. Die derart erzeugten schwarzen Färbungen sind ausser-ordentlich echt.

D. Chinonhydrazone.

Gelegentlich der Besprechung der Oxy- und Amido-Azoverbindungeu (S. 261262 u. 401) wurde schon der Anschauungen gedacht, welche diese Verbindungenals Hydrazone der Chinone bezw. Chinonimide erscheinen lassen, z. B.:

0:C 6 H 4 :N-NH-C 6 H 5

und

NH:C 8 H 4 :N-NH-C 6 H 5 .

Es wurde daselbst betont, dass diese Anschauungen für die Paraverbindungen einst-weilen wenig Berechtigung besitzen, für die Orthoverbindungen indess vielleichtzutreffend sein könnten.

Ueber die Einwirkung von Hydrazinen auf Chinone vgl. S. 443.

V. Polychinoae und ihre Abkömmlinge.

Die Kenntniss von Verbindungen, deren Molecül die Chinongruppezwei und drei Mal enthält, verdankt man den Untersuchungen vonNietzki und seinen Schülern.

Das Dlchinoyl C 6 H 2 (0 2 X0 2 ) ist an sich zwar nicht bekannt. AlsDihydroxylderivat eines Dichinoyls:

OH-C CO

.CO.OHC\ CO

OHC

oder

CO

\CO^

CO

Noo"

COH