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Verhalten der Hydra-, one.
erfolgt, und dass man durch die Condensation von Benzaldehyd mitAethylphenylhydrgzin, welche nur im Sinne der Gleichung:
C 0 H,,CHO + H,X-X(C,H 5 )-C 0 H 5 = C 6 H 5 .CH:X-N(C.,H.).C 0 H 5 + H 2 0
erfolgen kann, die gleiche Verbindung erhält, wie durch Aethylirungdes Benzylidenphenylhydrazons, das aus Benzaldehyd und Phenylhydrazingebildet wird.
Da die Hydrazone Im Gegensatz zu dem Phenylhydrazin selbst, welches beider Behandlung mit überschüssiger heisscr Fkhi.ing scher Lösung den gesammtenStickstoffgehalt gasförmig entweichen lä'sst, mit demselben Agens keinen Stickstoffentwickeln, so kann man die Hydrazonbildung zu einer quantitativen Bestimmungdes Carbonylsauerstoffs der Aldehyde und Ketone 1 benutzen; man lässteine genau gewogene, überschüssige Menge Phenylhydrazin auf die zu untersuchendeSubstanz wirken, zersetzt dann das unverbrauchte Phenylhydrazin durch FEin.iNG'scheLösung und erfährt die Menge des letzteren nun aus der Menge des entwickeltenStickstoffs.
Durch Erwärmen mit Mineralsäuren werden die Hydrazone mehroder minder leicht, aber selten glatt, in ihre Componenten — Carbonyl-verbindung und Hydrazin — gespalten. Viel glatter wird die Rückbildungder Carbonylverbindung in vielen Fällen durch Behandlung mit wässerigerBrenztraubensäure erzielt 2 , z. B.:
(CH 3 ),C:\NH-C (? II-, + CH 5 -CO-C0 2 H = (CH 3 >,C!0 + CH 3 -C(:X-XH-CJi/>-CO,H.
— Die Hydrazone von aliphatischen Aldehyden und Ketonen (nicht die-jenigen von aromatischen) lagern Blausäure unter Bildung von Hydrazido-nitrilen an 3 (vgl. S. 318), z. B.:
C 0 H 3 .NH-NfCHGH 8 + HCN = C 0 H 5 -XH-XH-CH(CX)-CH 3 .
— Durch Reduction werden Hydrazone in Amine gespalten (Tafel'sMethode zur Darstellung von Aminen, vgl. Bd. I, S. 234—235). Bei derOxydation 1 mit Amylnitrit liefern sie Hydrotetrazone, z. B.:
G,.H,CH:X X:CII-C 6 H-,
I IC 0 H 3 -N—X-C 6 H,
welche sich in concentrirter Schwefelsäure mit intensiver Färbung lösen;auf diesem Uebergang beruht vermuthlich die „Büxow'sche Reaction"(vgl. auch S. 314): das Auftreten blauer oder ähnlicher Färbungen bei derOxydation von Phenylhydrazonen in concentrirter Schwefelsäure. — Einesehr eigentümliche Umwandlung erleiden die Hydrazone beim Erhitzenmit Chlorzink 5 ; unter Austritt von Ammoniak liefern sie in recht glatter,
C,,H,-CH:X2 ! —2H =
C C H-, . .._ XH
1 Stkache, Monatsh. 12, 524 (1891); 13, 299 (1892).
2 E. Fischer u. Ach, Ann. 253, 57 (1889).
3 v. Miller u. Plöchl, Ber. 25, 2023, 2036, 2057 ff. (1892).
* v. Pechmann, Ber. 26, 1045 (1893); 27, 2920 Anm. (1894).5 E. Fischer u. Hess, Ber. 17, 559 (1884). — E. Fischer, Ber. 19, 1563 (1886);Ann. 236, 116 (1886). — Brdnner, Monatsh .16, 183, 849 (1895).