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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1923) Einkernige isocyclische Verbindungen
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Das Pech.

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Einleiten von trockenem Wasserdampf oder durch mechanisches Rührendas Uebergehen der schwer flüchtigen Substanzen zu erleichtern unddie Bildung eines festen Absatzes am Boden zu verhindern. Zuweilenunterstützt man die Entwicklung der Dämpfe auch, indem man dieDestillation im luftverdünnten Kaum betreibt. Da die flüchtigsten De-stillate sehr leicht entzündlich sind, so muss man bei der Anlage derVorlagen auf Verhütung von Feuersgefahr bedacht sein. Während beiBeginn der Destillation sehr flüchtige Fractionen — der Siedepunkt desBenzols liegt bei 81° — erhalten werden, welche starke Kühlung zurCondensation erfordern, folgen später leicht condensirbare Fractionen, dieaber bereits reichliche Mengen fester und leicht krystallisirender Stoffe(Naphtalin besonders) enthalten, so dass es nun im Gegentheil gebotenist. die Abflussröhren warm zu halten, damit sie sich nicht verstopfen.Das bei dieser ersten Destillation in den Blasen zurückbleibendePech wird um so härter ausfallen, je weiter man die Destillation treibt.Während man früher gewöhnlich nur bis auf „weiches Pech" destillirte,ist man, seitdem für die Herstellung der Alizarinfarben gerade dasschwer flüchtige xlnthraeenöl (s. S. 93) von grösster Bedeutung gewordenist, jetzt meist genöthigt, auf „hartes Pech" zu destilliren. Da indessdas Ablassen des harten Pechs aus den Blasen mit Unannehmlichkeitenverknüpft ist, da ferner das harte Pech nicht so verwendbar wie dasweiche ist, so macht man es meist in den Blasen selbst noch vor demAblassen wieder weich, indem man nach Beendigung der Destillation zudem noch warmen Pech eine gewisse Menge sogenannter „todter Oole"treten lässt, d. h. Oele, denen die werthvolleren Bestandteile zuvorentzogen sind. Je nach der Menge dieser Oele erhält man „Weich-pech" oder „präparirten Theer", auch „Dachlack" genannt. Das Pechwird hauptsächlich zur Fabrikation von Briquettes (Kohlenziegeln) ver-wendet; oder man verarbeitet es durch Zusammenschmelzen mit Leicht-ölen oder Schwerölen zu Lacken und Firnissen, welche zum Anstreichenvon Metall, Holz etc. benutzt werden; auch wird es zur Herstellungvon Asphaltröhren (wobei man Hanfpapier mit Pech tränkt) und vonDachpappe benutzt.

Das Destillat wird in eine Anzahl von Fractionen getrennt, wobeiman als Anhaltspunkte für die Trennung Thermometerangaben oder dasspecifische Gewicht des Destillats oder bei Anwendung eines Theersvon constanter Beschaffenheit auch nur die Zeit der Destillation bezw.die Menge des Destillats benutzt. Man macht häufig bei der erstenDestillation die folgenden Fractionen, die nach dem Grade ihrer Flüchtig-keit geordnet sind:

1. Vorlauf. 2. Leichtöl. 3. Mittelöl oder Carbolöl. 4. Schweröloder Grünöl. 5. Anthracenöl.Doch existiren In dieser Beziehung sehr verschiedene Arbeitsweisen; sofängt man in anderen Fabriken nur vier Fractionen:

1. Vorlauf. 2. Leichtöl. 3. Schweröl. 4. Anthracenöl