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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1923) Einkernige isocyclische Verbindungen
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für die Theorie der aromatischen Verbindungen.

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von Kekule 1 veröffentlicht und als Grundlage für die Behandlung derBenzolderivate 2 benutzt wurde. Diese von KekulE" ersonnene Formelist bis in die jüngste Zeit dasleuchtende Sternbild" geblieben, nachwelchem die Erforscher der aromatischen Körperdankbar ihren Curssteuerten" 3 . Unter ihrem Einfluss ist die Chemie der aromatischenVerbindungen jenes wunderbar reichhaltige und ausgedehnte Gebiet ge-worden, das den wissenschaftlichen Forscher auf Schritt und Tritt durchinteressante Erscheinungen fesselt, dem Techniker in unerschöpflicherFülle Quellen zeigt, aus welchen dem Strom der Industrieprodukte nütz-liche Erzeugnisse allerlei Art zugeführt werden können. Wenn auch früheroder später uns die Constitution des Benzols durch andere Formeln viel-leicht besser ausgedrückt erscheinen sollte, wenn daher vielleicht dieKEKüL^'sche Formel" aus dem geistigen Rüstzeug, das der Chemikertäglich benutzt, verschwinden sollte, so wird die geradezu beispielloseFörderung der organischen Chemie durch den Gedanken KekulE's dochniemals vergessen werden dürfen 4 .

Unter den Chemikern, welche nach Aufstellung der KEKULE'schenTheorie sich lebhaft an der Discussion des Benzolproblems betheiligtenund durch mühevolle Experimentaluntersuchungen wichtiges Materialzur Beurtheilung der Frage beibrachten, sind in erster Linie A. Laden-bubg und vor Allem A. v. Baetee zu nennen.

Die Benzolformel muss die Aufgabe erfüllen, eine theoretischeDeutung derjenigen Verbindungen zu ermöglichen, welche sich durchihre genetischen Beziehungen als Abkömmlinge des Benzols zu erkennengeben.

Dahin gehören zunächst die Substitutionsprodukte des Benzols; dieBenzolformel muss demnach:

1. eine mit der Erfahrung übereinstimmende Zahl vonIsomeriefällen für Substitutionsprodukte als möglicherscheinen lassen.

Von dem Benzol leiten sich ferner Kohlenwasserstoffe und Derivatederselben ab, deren Studium ergeben hat, dass ihre Molecüle mehrere

strong, Journ. Soc. 51, 264 Anm. (1887). Chem. News, 61, 310 (1890). W. Marck-wald, Ber. 23, 1015 (1890). Ann. 274, 331 (1893); 279, 1 (1894). Zikcke, Ann.261, 208 (1890). Bamberger, Ann. 257, 47 (18fc9). J. pr. [2] 42, 205 (1890).Molinari, J. pr. [2] 48, 121 (1893). Nef, Ann. 277, 76 (1893). Knorr, Ann.279, 195 (1894). - Vgl. ferner die Citate auf S. 62 u. 63.

1 Bull. 3, 98 (1865). Vgl. ferner Ann. 137, 129 (1866);'162, 77 (1872).

8 Kekule, Chemie der Benzolderivate (Erlangen, 1867).

8 A. W. v. Hopmakn, Ber. 23, 1272 (1890).

4 Als Beleg dafür, welch' grosse Bedeutung man allgemein der Aufstellung derersten-Benzoltheorie beilegt, sei erwähnt, dass die deutsche chem. Gesellsch. zum25-jährigen Jubiläum derselben eineKekdle- Feier" veranstaltete; vgl. Ber. 23,1265 ff. (1890).