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2 (1829)
Entstehung
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La Condamine erwähnt der China von Riobamba und Cuenca in der Provinz Quito, wie der von Aya-vaco und Jaen de Bracamorros; aber die China von den inneren Theilen von Peru, und die China des König-reichs Neu-Grenada waren ihm völlig unbekannt. Santistevan entdeckte die Chinabäume auf seiner Rückreisenach Spanien über Papayan und Santa Fe de Bogota, von Loxa an bis zum 20 Grade der nördlichen Breite,aber diese Entdeckung blieb unbenutzt. Im Jahre 1772 entdeckte Don Jose Celestino Mutis die Chinarinde umSanta Fe, welche über Carthagena de Yndias nach Cadiz kam. Im Jahre 1776 entdeckte Don Francisco Renquifodie Cinchona nitida Ruiz j, und von dieser Zeit an fing der eigentliche Verkehr mit peruvianischer Fieberrindean. Ruiz und Pavon drangen 1779 zwar nicht bis an den Amazonenstrom selbst, aber doch bis an die Flüssevor, welche sich zunächst in denselben ergiessen, und bestimmten 1779 die botanischen Charactere dernordperuvianischen Chinaspecies. Nach und nach wurde heilsame Fieberrinde fast zugleich im nördlichsten undsüdlichsten Theile von Südamerika entdeckt, in den Gebirgen um Santa Martha und im Königreiche Buenos Ay-res bey la Paz und Cochabamba, wo ein Seeofficier Rubin de Celis und der deutsche Botaniker ThadaeusHänke die Einwohner auf dieses kostbare Product aufmerksam machten. Europa wurde demnach seit dem Jahre1780 auf allen Seiten durch die Häfen von Payta, Guayaquil, Lima, Buenos Ayres, Carthagena und Santa Marthamit Fieberrinde von verschiedener Qualität überströmt, und es entstanden hierdurch viele Sorten Chinarinde.

Diese verschiedenen Sorten kommen im Handel unter verschiedenen Nahmen vor. Bey weitem die wenigstenDroguisten reflectiren auf die Verschiedenheit dieser Sorten, sondern führen die verschiedensten Fieberrindenartenunter den alten Benennungen, Cortex Chinae fuscus, oder peruv. superf. elect; C. Chinae peruv. optim; C. Chinae peruv.med.; C. Chinae ordin.; C. Chinae regius; C. Chinae flavus; C. Chinae ruber u. s. w., und es werden gewöhnlichaus mehreren Sorten eine gemacht, oder eine nach der verschiedenen Stärke der Röhren in mehrere Sorten getheilt.In neueren Zeiten erst fängt man an die Chinarinden nach ihrer verschiedenen Abstammung zu unterscheiden , undmit den richtigen Nahmen zu bezeichnen.

Bergen hat in seiner Monographie der China, nach einer sorgfältigen Prüfung alle Chinarinden, die man ent-weder durch ihre Benennung unterscheidet, oder von denen man glaubt, dass sie von verschiedenen Cinchonen-Arten abstammen, in acht Arten zusammengefasst, welche sich so sehr auszeichnen, dass sie sich wesentlich voneinander unterscheiden.

In der österreichischen Pharmacopoe ist eine braune Fieberrinde, China fusca_, seu Cortex peruvianus^und eine gelbe Fieberrinde, China flava seu Cortex regius aufgenommen. Ich werde versuchen bey Aufzählungder verschiedenen Chinasorten diejenigen zu bezeichnen, die^mit Recht unter diese zwey Abtheilungen gerechnetwerden können. Folgende Chinarinden sind es nun, die man in neuerer Zeit als verschiedene eigenthümlicheArten anführt. China de Loxa; China Huanuco; China Huamalies; China regia; China flava dura; Chinaflava fibrosa; China Jaen; China rubra.

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Synonym. Cortex Chinae de Loxa; China de Loxa Corona; Cortex Chinae peruvianus; Cascarilla fina de UritusingaGraue oder braune Fieberrinde; Kron-China; Loxa-China, peruvianische Rinde.

Hauptcharacter: Dünne, feste Rinde, die Querrisse sind vorherrschend, und um die ganze Rinde laufend; die Un-terfläche ist glatt, von zimmtbrauner Farbe.

Die Loxa-China erscheint in gerollten oder zusammengerollten und geschlossenen Röhren, nie in flachen Stü-cken; der Durchmesser der Röhren beträgt von i bis 1^ Zoll, die Dicke von -J — ii Linien, die Länge 3 —bis 15Zoll. Die äussere Rinde ist schwärzlichgrau, ins Braune übergehend, mit vielen feinen Runzeln besetzt, und mit ringsumlaufenden dichten Querschnitten versehen. Zuweilen sind auf den Rinden kleine Theilchen der Oberfläche abge-sprungen und dann sieht man dunkelzimmtfarbige glatte Stellen darunter. Die Unterfläche der Rinde ist zimmtfar-ben, ganz glatt, und besteht aus einer Menge dicht in einander verwachsenen Längefasern. Der Längebruch ist eben,nur im Splinte etwas uneben und splittrig; der Querbruch ist bey jüngeren Rinden glatt, bey alten Rinden nachAussen hin ebenfalls glatt, nach innen zu jedoch kurzfaserig oder feinsplittrig. Der Geruch der Rinde ist dumpfig,lohartig: der Geschmack anfangs säuerlich, etwas zusammenziehend, hinterher bitter.

Auf der Oberfläche der Loxa-China kommen eine Menge Cryptogammen vor, vorzüglich bemerkt man darauf:Usnea florida Ach. ; Parmelia perforata Ach. ; Patellaria leuxoeantha Spr. Lecidea russula ; Graphis duplicata; Ve-rucaria Cinchonae; Porina granulata; Pyrenula mastoidea; Lecanora caesio-rubella; Parmelia cetrata.

Die Loxa-China kommt meist aus der Provinz Jaen de Bracamorros. Man bezeichnet sie dort mit dem NahmenQuina fina oder Quina superieur, und die Einwohner der Stadt Jaen sammeln jedes Jahr eine grosse Menge Rinden, wel-che sie in die Stadt Piura führen, von wo sie auf das Südmeer verschifft und nach Lima transportirt werden. IhreVersendung geschieht in Kisten und Suronen, oder in mit Häuten überzogenen Rohrgeflechten. Die ersteren wiegen100 — 110 Pf., die letzteren 60 — 90 Pf. Netto. Nach von Bergen befindet sich in den Kisten entweder sogenanntenaturelle (nicht ausgesuchte), oder was häufiger der Fall ist, ausgesuchte Waare in feinen Röhren; die Suronen ent-halten meistens naturelle Waare.

Nach neuesten chemischen Analysen enthält die Loxa-China: nach Michaelis (Trommsd. n.J. Bd. 10. St. 2. S.215) in lPf. : 18 Gran Cinchonin und 8 Gran Chinin; nach Goebel (Dessen WaarenkundeBd. 1. Heft. 2. S. 44) i"1 Pf.: 9 Gr. Chinin und 12 Gran Cinchonin; nach v. Santen (Bergen Monogr. d. China Platte V) in 100 Pf. dünnen