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ANTHEMIS PYRETHRUM. L .
Bertram-Kamille. — ital. Pilatro.ung. Imely Montika. — slav. Pertram.
Linn. Syst. sexual. Class. XIX. Syngenesia; Ord. 2. Polygamia superflua.
Linn. Syst. nat. Ord. Compositae; radiatae.
Jussieu Syst. nat. Class. X. Plantae dicotyledones, monopetalae. Gorolla epigyna. Antherae connatae; Ord. 3. Go-
rymbiferae.Cassel Syst. nat. Class. IV; Ord. 1; Gruppe 2; Sippschaft 1. Zusammengesetzte (Compositae).Vest Syst. horti Johannei. Class. VIII. Monacenia ; Fam. 85- Tanacetoideae.
Bot. Synonym. Anacyclus Pyrethrum Dec. et Lk.
Pharm. Synonym. Pyrethrum; Herba salivalis; Pes Alexandri.
Bertram; Zahnwurzel; Geiferwurzel; Speichelwurzel; St. Johannis-Wurzel.
Character Gener. Receptaculum paleaceum; pappus nullus vel margo membranaceus; calyx hemisphaericus, sub-
aequalis: squamis margine scariosis ; flosculi radii plures quam quinque.Der Fruchtboden spreutragend; Federchen keines oder ein häutiger Rand; der Kelch halb kugelförmig, fast
gleich: die Schuppen am Rande vertrocknet; die Blumenkrone hat mehr Strahlenblümchen als fünf.
Character Spec. Anthemis Pyrethrum: caule decumbente; ramis axillaribus unifloris; foliis triplicato pinnatis; fo-
liolis linearifiliformibus, glabris; anthodio glabro; paleis oblongis, obtusis.Der Stängel niederliegend: die Aeste in den Blattwinkeln einblumig; die Blätter dreyfach gefiedert: die Blättchen
linien-fadenförmig, unbehaart; die allgemeine Blumendecke unbehaart; die Spreublättchen länglich, stumpf.
Eine ausdauernde Pflanze, mit rübenförmig gestalteter, ziemlich starker, mit Fasern besetzter Wurzel. DieStängel sind 8 — 12 Zoll hoch, niederliegend, meistens einfach, glatt, oder schwach behaart. Die Wurzelblätlersind gestielt, die Stängelblätter sitzend, alle sind dreyfachgefiedert: die Blättchen schmal linienförmig, rundlich,etwas fleischig. Die Blumen sind gross, ansehnlich. Der gemeinschaftliche Kelch ist halb kugelförmig, dachzie-gelförmig: die Kelchblättchen sind lanzettförmig zugespitzt, am Rande vertrocknet. Die Strahlenblümchen sindweiss, an der Spitze dreyzähnig, unten röthlich gefärbt.
Diese Pflanze wächst wild im südlichen Europa, Arabien, Syrien und andern wärmeren Ländern ; bey unswird sie in Gärten gebaut.
Officinell ist die Wurzel; nach Hayne wird in Thüringen und bey Magdeburg eine andere Bertramart, die erAnacyclus officinarum nennt, gebaut, und von da aus werden die Materialwaaren-Handlungen und Apotheken da-mit versehen, so dass man fast durchgängig diese Wurzel vorfindet.
Die Bertramwurzel, Radioc Pyrethri_, ist einige Zoll lang, runzlich, walzenförmig, zähe, wenig befasert, äus-serlich graugelb mit einer gelbbraunen, rothpunctirlen Rinde, und von weisslichem, concentrisch-blättrigen, marki-gen Zellgewebe. Der Geruch derselben ist sehr gering, der Geschmack ist aber scharfbrennend, lange an der Zungeanhaltend, und vorzüglich in der Rinde ausgezeichnet bemerkbar.
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