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2 (1829)
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MENISPERMUM PALMATUM. im

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Kolombapflanze. ital. Colombo.ung. Kolomba gyöker. slav. Kolomba.

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Linn. Syst. sexual. Class. XXII. Dioecia; Ord. 10. Dodecandria.

Linn. Syst. nat. Ord. Sarmentaceae.

Jussieu Syst. nat. Class. XIII. Plantae dicotyledones, polypetalae. Stamina hypogyna; Ord. 17. Menisperma.

Gassei Syst. nat. Class. IV; Ord. 3; Gruppe 1; Sippschaft 4. Mondsamartige (Menisperma).

Vest Syst. horli Jobannei. Class. V. Dichlamydium; Farn 49- Menispermoideae.

Bot. Synonym. Cocculus palmatus. Dec.

Pharm. Synonym. Colomba; Columba; Columbo.Kolombawurzel.

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Character Gener. Mas.: Calyx. 2phyllus; corolla 4 öpetala; nectaria 6 8 glanduloso-petaloidea;* stamina pe-talis opposita.

Fem.: Corolla maris; stamina octo sterilia; germina 2 seu 3; baccae binae, monospermae.

Die männlichen Bläthen: Der Kelcli zweyblätterig; die Blumenkrone 4 ßblätterig; Honiggefässe Q 8 drüsig-blu-menblattähnlich; die Staubgefässe den Kronenblättern gegenüberstehend.

Die weiblichen Blüthen: Die Blumenkrone wie bey'den männlichen; Staubgefässe 8, unfruchtbar; Fruchtknoten2 oder 3; zwey einsamige Beeren.

Character Spec. Menispermum palmatum: foliis quinquelobis, plerisque palmatis, basi cordatis, lobis acuminatis,

rufo-pilosis ; racemis axillaribus, folio brevioribus.Die Blätter fünflappig, die meisten handförmig, an der Basis herzförmig, mit spitzigen Lappen, rothgelbbehaart; die

Trauben in den Blattwinkeln, kürzer als die Blätter.

Eine rankende, windende Pflanze, mit sehr langen, rauchhaarigen Aesten. Die Blätter stehen abwechselnd,sind lang gestielt, im Umfange fast rund, am Grunde herzförmig, in 3 5 Lappen handförmig getheilt, fünfrippig,mit bräunlichen, rauhen, an der Spitze drüsigen Haaren besetzt; sie stehen weit auseinander. Oft sind die Lappenso klein, dass sie nur als Ecken erscheinen. Die Blumen sind klein, gestielt; sie stehen in den Blattwinkeln derBlätter in einfachen Trauben, die "viel kleiner als die Blätter sind.

Diese Pflanze wächst in den Küstenländern von Ost-Afrika, besonders in den schattigen dicken Wäldern vonMozambique.

Officinell ist die Wurzel. Diese wird nähmlich in der trocknen Jahreszeit ausgegraben, die unwirksameUnd fasrige Stammwurzel weggeworfen , und nur die Wurzelansätze von hinreichender Grösse eingesammelt, inscheibenförmige Stücke geschnitten und ausgetrocknet. Die Eingebornen treiben damit einen beträchtlichen Han-del nach Tranquebar und anderen Orten europäischer Besitzungen in Ostindien. Die Portugiesen bringen sie vonMozambique; auch kommt sie von der Insel Ceylon, und zwar von der Hauptstadt Colombo, nach Europa.

Die Columbowuzel, Radix Colombae J erhalten wir in runden Querscheiben, mit wenigen der Länge nachzerschnittenen Stücken, die von den dünneren Wurzelansätzen kommen, und für kräftiger gehalten werden. Dienach der Quere zerschnittene Wurzel ist von einem halben bis drey Zoll breit, i bis drey Zoll dick. Die äussereOberfläche der Columbowurzel ist rauh und ungleich; an den Seiten hat sie eine äusserlich grünlich- oder grau-braune, innerhalb blassgelbliche Rinde, die eine bis zwey Linien dick ist. Die beyden Flächen sind ungleich, runz-

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