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2 (1829)
Entstehung
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nen, und durch das Alter verliert sie den Geruch und Geschmack ganz. Aus der Wurzel ist die Tinctur, TlncturuPimpinellae rad. officinell.

Die Bibernellwurzel hat reitzende, einschneidende, und schweisstreibende medicinische Eigenschaften. Siewurde schon in den ältesten Zeiten unter die vorzüglichsten Erustmittel gezählt; jetzt wird sie gewöhnlich z LlGurgelwässern als Decoct, oder auch bey Lähmung der Zunge als Kaumittel verordnet.

Chemische Bemerkung. Blej (Trommsd. n. J. XII. N. 2. S. 59-) erhielt aus der Bibernellwurzel durch De-stillation mit Wasser ein goldgelbes ätherisches Oehl, welches einen durchdringenden unangenehmen Geruch,und widerlichen, bitterlichen, kratzenden Geschmack besass, und sehr flüchtig war. Das Destillat enthielt etwasfreye Essigsäure, und eine andere Säure, die sich wie Benzoesäure verhielt. Die Bestandteile, welche Blejr i°der Wurzel fand, sind nachstehende: ätherisches Oehl; Satzmehl; Eyweissstoff; krystallinischer Zucker; fliissigei'Zucker; Gummi; Weichharz; Harz; Pflanzenfette, harziger Extractivstoff; Aepfelsäurc; Essigsäure; Benzoesäure,und Faserstoff. Durch Verbrennen des letztern wurde salzsaures, schwefelsaures, phosphorsaures Kali, dann Kalk,Talkerde, Manganoxyd, und Kieselerde erhalten.

Die Bibernellwurzel kommt sehr häufig uftächt vor, es werden statt dieser sehr oft die Wurzeln andererPflanzen, als: des Carum Carvi, des Aegopodium podagraria, der Daucus Carota sylvestris, ja oft sogar dieWurzel des Chaerophyllum sylvestre und temulum, woher es auch rührt dass man zuweilen an der Bibernellwur-zel narkotische Eigenschaften wahrnimmt, eingesammelt. Die ächte Bibernellwurzel unterscheidet sich ausser denoben angegebenen Charakteren, vorzüglich durch den ihr eigentümlichen starken Bocksgeruch, und den Ge-schmack.

Erklärung < l e r Tafel 205,

a) Eine blühende Pflanze.

b) Die Wurzel.

c) Diese nach der Quere durchgeschnitten.

d) Ein Blümchen vergrössert.

e) Der Stämpel vergrössert.

f) Der Same.

g) Dieser vergrössert.

h) Querdurchschnitt desselben.