Die medicinische Wirkung des Slernanieses ist sehr reizend, magenstärkend und blähungtreibend.
Der Sternanies ist erst zu Ende des IQ. Jahrhundertes aus den philippinischen Inseln durch einen engli-schen Schiffer Nahmens Carulish nach Europa gebracht worden. Den Japanesern ist der Sternaniesbaum hei-lig; sie glauben, dass sich die Götter in seiner Nähe aufhalten, und räuchern auf ihren Altären mit den Früch-ten. Auch wird daselbst die gepulverte und in besonders dazu eingerichtete Gefässe gefüllte Rinde angezün-det, wornach die Zeit nach dem Verbrennen derselben berechnet, und statt einer Uhr gebraucht wird. Die Ae-gjptier brauchen denselben als ein vorzügliches herzstärkendes Mittel; sie mischen den Samen unter den Kafleh,und machen auch Sorbet daraus.
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Chemische Bemerkung. Meissner (Almanach 1818. S. 1. und 1819- S. 1.) hat die Kapseln und die Samenjedes besonders untersucht. 500 Th. vollkommene Früchte gaben ihm 392 Th. Kapseln und 108 Th. Samen.500 Th. Kapseln enthielten:%Ql — aetherisches Oehl,
1 — Benzoesäure,24 — grünes, fettes Oehl,
42 — Aepfelsäure, sauren äpfelsauren Kalk und Extractivstoff,53^. — eigentümliches im Aether unauflösliches Harz,ig — gerbenden Extractivstoff,101 — Extractivstoff,30 — Gummi,
38 — gummösen Extractivstoff,99 — Stärkemehl,32 — Faser,42 — Feuchtigkeit,500 Gewichtstheile Samenkerne enthalten :
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8241321
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6
32
2
14721
— — aetherisches Oehl
— — fettes, im Aether ziemlich leicht, in Alcohol nur schwer lösliches Oehl,
— — talgartiges fettes Oehl, welches sich in Aether und Alcohol leicht auflöst,
— — Aepfelsäure, sauren äpfelsauren Kalk und Extractivstoff
— — ein eigentümliches im Aether unauflösliches Harz,
— — Extractivstoff,
— — bittern Extractivstoff,
— — gummigten Extractivstoff,
— — Gummi,
— ■— Amylum,
— — kleesaure Kalkerde,
— — Faser,
— — Feuchtigkeit.
Die Asche des Sternanies enthielt, ausser den gewöhnlich vorkommenden Salzen, Kieselerde, Eisenoxy";
Manganoxyd und Spuren von Kupferoxyd.
Der vorzüglichste, und der wirksamste Bestandteil des Sternanies ist das aetherische Oehl, welches durcheine einfache Destillation mit Zusatz von Wasser erhalten wird. Dasselbe ist wasserhell, wenn es eine Zeit langgestanden ist, gelblich, von einem angenehmen, süsslich-aromalischen Gerüche und Geschmacke, sehr dünnflüssig;speeifisch leichter als das Wasser, und ziemlich flüchtig.
Erklärun g
der Tafel 175,
a) Ein blühender Zweig.
b) Eine Blume.
c) Die Befruchtungstheile vergrössert.
d) Zwey Staubgefässe sehr stark vergrössert.
e) Der Stämpel in natürlicher Grösse.
f) Dieser sehr stark vergrössert.
g) Die Frucht von vorn sichtbar.
h) Die Frucht mit aufgesprungenen Samenkapseln,i) Die Frucht von Rückwärts sichtbar.k) Ein Same.