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2 (1829)
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haben und durchscheinend sind, während die Hauptmasse undurchsichtig, uneben vom Bruche, matt und hin undwieder löcherig ist. Der Geruch ist eigentümlich, angenehm, durchdringend, balsamisch, er tritt noch meü rhervor, wenn das Benzoe gerieben oder angezündet wird; der Geschmack ist süsslich, dann gewürzhaft undkratzend. Im Weingeiste ist das Benzoe beynahe ganz auflöslich, so wie es sich auch im Schwefelaether beynaheganz und leicht auflösen lässt. Die Auflösungen werden durch Wasser milchartig getrübt, indem das Wasser dasaufgelöste Harz niederschlägt. Die fetten Oehle äussern auf das Benzoe keine Wirkung ; Wasser entzieht ihm blossdie Benzoesäure; in aetherischen Oehlen ist es etwas auflöslich, im Essige ganz. Im Handel unterscheidet mandreyerley Sorten Benzoe:

1. Das Mandelbenzoc; dieses enthält in einer röthlichen Masse viele weisse, glänzende Körner, und ist das beste-

2. Mittleres Benzoe, dieses enthält weniger weisse Körner.

3. Ordinäres Benzoe, das ganz dunkel, und mit vielen Unreinigkeiten vermengt ist.

Zum medicinischen Gebrauch wird nur die erste Gattung verwendet.

Aus dem Benzoe wird die officinelle Tinctur, durch Digestion von 3 Th. Benzoe" und 24 Th. Alcoho0,850 spec. Gew. erhalten.

Das Benzoe wird in Brustzufällen innerlich vorzüglich empfohlen; sein Gebrauch ist aber viel häufiger alsRäucherungsmittel in der Rachitis, gegen paralitische Zufälle, und in Rheumatismen äusserlich.Sonst wird es auch zu verschiedenen Parfümerien angewendet.

Chemische Bemerkung. Bucliolz (Trommsd, J. XX. St. 2. S. 73) gibt als Bestandteile des Benzoeharzes i°lOOTheilen an : 83,3 rölhlichbraunes, durchsichtiges, sprödes, auf dem Bruche glänzendes, im Aether und Weingelbleicht lösliches Harz; 1,7 eine dem peruvianischen Balsam ähnliche Substanz; 0,5 einen eigentümlichen aroi» at1 'sehen, im Weingeist und Wasser auflöslichen Stoff; 12,5 Benzoesäure; 2 bolzige Reste und Unreinigkeiten.

Stoltze (Berl. Jahrb. XXV 1. 1823. S. 55) sonderte die weissen Stücke des Benzoe" von den braunen m°o'liehst sorgfältig von einander, und analysirte beyde besonders. In 1000 Th. der weissen Stücke fand er: 7Q8ß5 g e "bes in absolutem Aether auflösliches Harz; 2,50 braunes in absolutem Aether unauflösliches Harz; 198,00 reine Be»"zoe'säure ; etwas Feuchtigkeit, und Spuren von aetherischem Oehle. In 1000 Th. der braunen Benzoe waren dag e 'gen enthalten: 88,00 gelbes, im absoluten Aether auflösliches Harz; 697,25 braunes im Aether unauflösliches Ha rZ »197,00 Benzoesäure; 1,50 Extractivstoff; 14,50 zufällige Unreinigkeiten; etwas Feuchtigkeit, und Spuren von aeth e 'rischem Oehle.

Der vorzüglichste Bestandteil des Benzoe ist die Benzoesäure, die in der Medicin vormahls unter dem Na' 1 "men Flores Benzoe grosse Rolle spielte; jetzt wird sie nur zuweilen angewendet.

Die einfachste Bereitungsart derselben ist durch die Sublimation. Zu diesem Zwecke wird eine gewisse Meng eBenzoeharz in kleinere Stücke zerschlagen, in ein irdenes Gefäss mit abgeriebenen Rändern gegeben, und eine lang ePapierdüte darüber gedeckt. Diese Vorrichtung wird auf einen Ofen gesetzt, in den man ein massiges Feuer g 1 * 3 'Bald schmilzt die Benzoe, wo sich dann die in derselben befindliche Benzoesäure verflüchtigt, und in weissen, sedenartig glänzenden Nadeln an den Wänden der Papierdüte anhängt.

Die grösste Menge Benzoesäure erhält man, wenn man nach Stollze die Benzoe in drey Theilen Weingejvon 0,850 spec. Gew. in der Kälte auflöst, die Auflösung fdtrirt, und mit verdünnter kohlensaurer Natronlösung satigt, dann noch Wasser hinzusetzt, die Flüssigkeit dann von dem harzigen Niederschlag absondert, den Alcohol adestillirt, und die Benzoesäure durch eine Mineralsäure (Schwefelsäure, Salzsäure) niederschlägt, und die als" 1 'cipitat erhaltene Säure durch wiederhohltes Auflösen in Alcohol und nachheriges Krystallisiren, oder durchs Au"sen in einer alkalischen Flüssigkeit, Reinigen derselben durch Kohle, und Fällen durch eine Mineralsäure ganz redarstellt.

Es gibt noch viele andere Methoden die Benzoesäure darzustellen, deren die meisten in der Hauptsache darübereinstimmen, dass man das gepulverte Benzoe mit irgend einem Alkali, mit welchen die Benzoesäure ein im vV aser leicht auflösliches Salz bildet, zur Entziehung der Benzoesäure digerirt, das entstandene in der Flüssigkeit au>glöste benzoesaure Salz absondert, daraus durch Zusatz von einer Mineralsäure die Benzoesäure fällt, und diese dareinigt.

Erklärung der Tafel 167-

a) Ein blühender Ast.

b) Eine Blume.

c) Der Kelch mit dem Stämpel.

d) Die Staubgefasse mit einem Theile der Blumenkrone.

e) Die Frucht.

f) Diese geöffnet.

g) Das Fruchtbehältniss geöffnet,h) Der Same.