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pag. 267.) Er wurde sclion in den frühesten Zeiten aus dem Oriente, wo ein Stück der grössten Wurzeln, nachGmelin oft mit einem Ducaten gezahlt wird (Reise durch Russland. 4. pag. 108), mit grossen Kosten gebracht,bis Buxbaum (Plant, min. cogn. Cent. 3. pag. 5), gezeigt hat, dass der Salep nichts anders, als Wurzeln mehrererOrchis-Arten sey, und die Versuche, die dann in Frankreich, in der Schweiz und England hierüber angestelltwurden, lehrten, dass derselbe auch von unsern Orchisarten von solcher Beschaffenheit bereitet werden kann,dass er dem orientalischen sowohl im Aeussern, als auch in der Wirkung völlig gleich ist.
Es ist zwar bis jetzt nicht bekannt, auf welche Art die SaJepwurzel im Oriente zubereitet wird; da je-doch der inländische Salep von gleicher Beschaffenheit mit dem ausländischen ist, so ist es wahrscheinlich, dassauch die Zubereitungs-Methode im Oriente nicht verschieden sey von der, die bey uns vorgeschlagen wurde. Unterden Naturforschern, die sich mit den Versuchen der Bereitung des inländischen Salep beschäftigt haben, "W arGeoffroj einer der Ersten (Mem. de l'ac. R. des sciences de Paris 1740. pag. 99)- Er verfuhr bey der Zubereitungder Orchisknollen auf folgende Art. Er hat die Wurzel der Orchideen zuerst von den Wurzelfasern und von den»Oberhäutchen befreyt, dieselben dann einige Stunden lang in kaltes Wasser eingeweicht, sodann durch einige Min u 'ten im Wasser gekocht, und, nachdem das Wasser abgegossen wurde, auf Fäden gereiht und getrocknet. Auf die-selbe Art behandelte Retzius die Knollen der Orchis A'forio. Später machte Moult (Phil. Trans. 1769- vol. 59 P- *'pag. 2) mit den Wurzeln der Orchis masculaj milltaris> und latifolia L. Versuche, und erhielt auch von diese»Orchisarten einen guten Salep.
In neueren Zeiten machte Mathieu de Dombosla (Annal. de Chimie T. LXXVII. pag. 105) mit dem iß'ländischen Salep Versuche. Er fand die Wurzel von Orchis masculaj pyramidalis^ latifolia^ und maculata L. vo«gleicher Beschaffenheit und zur Bereitung des Salep von gleicher Güte. Durch Behandlung mit Alcohol erhielt etaus den Wurzeln der erwähnten Orchisarten ein übelriechendes aetherisches Oehl, und ein geruchloses Extract,von einem scharfen bittern Geschmack, welches im Wasser und Alcohol auflöslich war u. s. w. Ueber die Einsamö*'lung und Zubereitung des Salep theilt der Verfasser Folgendes mit. Die günstigste Zeit die Orchisknollen einzu-sammeln ist die, wo die Pflanze anfängt zu verblühen, und wo die Knollen des vorigen Jahres beynahe gänz-lich verwelkt sind. Früher haben sich die Wurzelknollen noch nicht völlig entwickelt, und später fängt d« 1 'Keim der neuen Knollen bereits wieder an sich zu entwickeln, und die Vegetation des künftigen Jahres einzu-leiten. Nachdem man die Knollen aus der Erde genommen hat, muss man sobald als möglich zur Bereitung de*Salep schreiten. Man befreyt sie sorgfältig von den Wurzelfasern und dem Keime, wäscht sie mit kaltem Wa s 'ser rein aus, reihet sie an Fäden , und lässt sie in einer grossen Menge Wasser 20 bis 30 Minuten lang kochen,bis man bemerkt, dass sich einige Knollen in Schleim aufzulösen anfangen. Dieses Kochen ist nothwendig, ui«das flüchtige Oehl und den scharfen Extractivstoff wegzuschaffen. Nach diesem Auskochen lässt man die Knol-len entweder an der Sonne oder in einem Ofen austrocknen.
Apotheker Valta in Hemau bereitete auf diese Art einen guten Salep aus der Orchis bifolia _, und milita*'ris L. (Buchn. Repert. VII. S. 201.)
Wenn gleich durch die älteren und neueren Versuche gezeigt wurde, dass die inländischen Orchisarte»eben so guten Salep liefern, als der ausländische ist; so hat man bis jetzt diesen Gegenstand doch noch nichtsolcher Aufmerksamkeit gewürdigt, als er es dem Werthe nach verdient, und die Erzeugung des inländischen Sa-lep ist noch bis jetzt sehr unbedeutend. Man zieht es noch immer vor den Salep aus dem Auslande kommen z ulassen obwohl wir uns mit jenem Artikel in unserem Vaterlande nicht nur hinreichend versehen, sondern auchins Ausland eine bedeutende Quantität verschicken könnten. Dass diess bis jetzt nicht geschieht, liegt wohl dar-in, dass der bis jetzt im Inlande erzeugte Salep viel kleiner und unansehnlicher ist als der ausländische. Würdeman indessen die Orchisarten mit dem Fleisse eultiviren, wie es im Oriente geschieht, und sowohl auf di eEinsammlungszeit, als auch auf die Zubereitungs-Methode gehörige Rücksicht nehmen; so ist es gar keinem Zwei-fel unterworfen, dass man auch dieser Forderung bald entsprechen, und den ausländischen Salep ganz vei"drängen könnte.
Er Klärung d er Tafel 150*
a) Eine blühende Pflanze.
b) Eine Blume von vorne sichtbar.
c) Diese nach der Seite gewendet.
d) Diese von der Rückseite.
e) Die Blume ohne dem Fruchtknoten und Nebenblatt von vorne sichtbar.