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Tarasp.
Tabarz im Lauchagrund und die nahe dabei liegen Cabarz undNonnenberg zusammenfassen. In einer Höhe von 400—420 Meter amFusse des Inselberges geniessei) diese Ortschaften alle klimatischen Vor-züge des nur 7 Km. entfernten Friedrichroda, ohne von dem lebhaftenTreiben, welches dort der Zusammenfluss so vieler Kurgäste mit sichbringt, berührt zu werden. Bäder in Laucha.
Von Ebst. Waltershausen (bin. Fröttstädt-Friedrichroda) 3mal tägl. Omnib.-Verbind. — Unterkunft: 4 Gasthöfe, Pensionen (3.50—4 Mk. mit Z.) und Privat-wohnungen. Kurtaxe: 1 Pers. 2, 1 Fam. 4—6 Mk. Aerzte in Laucha undWaltersbausen.
Tarasp im Kanton Graubänden im Unter-Engadin, 1180 m., bildetin Gemeinschaft mit dem anstossenden Dorf Ober-Schuls, 1240 in.,und dem ländlichen Vulpera, 1270 m., einen der hervorragendstenKurorte Mitteleuropa^, ausgezeichnet sowohl durch das alpine Klima.wie durch den liesitz von 20 kräftigen Mineralquellen, von welchen 8,nämlich vier kalte alkalische Glavbersalzwässer und vier erdige Eisen-säuerlinge kurgemäss benutzt werden. Obgleich die ansehnliche Seehöhe(mittl. Barometerstand 660 Mm.) schon eine merkliche Abnahme derTemperatur mit sich bringt, so ist der Unterschied zwischen dem oberenund unteren Engadin bezüglich der Wärmeverhältnisse eine sehr be-deutende. Während das Sommermittel für St. Moritz 10.8" beträgt, istes für Tarasp 15°, während der Juni dort nur 0.4" aufweist, hat er inTarasp 13°C, und dieser Monat kann deshalb schon recht gut zu Kurenbenutzt werden. Der Thalwind wird im Vergleich mit dem oberen En-gadin wegen der zahlreichen Knickungen der das Thal begleitenden Berg-züge in Tarasp nur wenig gespürt. Das ganze Innthal von Landeck bisZernetz gehört, wie Hann bewiesen hat, zu den trockensten Gebietender Alpenländer. Die relative Feuchtigkeit (70.6 "/„) setzt sich wieüberall im alpinen Gebiet aus sehr niedrigen Mittagswerthen (55.6%)und ziemlich hohen Morgen- und Abendwerthen zusammen. Bezüglichder Niederschläge gehört, der Kurort zu den regenärmsten Gebieten derganzen Schweiz, im Vergleich mit dem oberen Engadin ist die Klima-wirkung eine mildere, aber immerhin tritt der fonisirende, stimulirendeCharakter derselben deutlieh genug hervor. Unter den alkalischen Glau-bersalzwässern sind die beiden Trinkquellen: die Luciusquelle (Natr.sulf. 2.10, Natr. chlor. 3.67, Natr. bic, 4.87, Calc. bic. 2.44, Magu. bic.0.07, Ferr. bic. 0.02, fr. CO, 1060 c.c.; Temp. 6.7° C.) und die ganzähnlich zusammengesetzte nur etwas gasärmere Emeritaquelle diewerthvollsten. Ihr Natrongehalt ist der gleiche wie der von Vichy, ihr