Skodsborg—Soden.
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Von St. Moritz ist S. IO'/j Km. entfernt. — P. u. T. — Unterkunft: 4 Gast-höfe (Pens. 5—12 fr. tägl.) 1 Pension. — Arzt anwesend: Kurzeit: 15. Juni bis15. Sept. — Litt.: Lebert78.
Skodsborg, Seebad am Sund, einer der schönsten Punkte derKüste zwischen Kopenhagen und Helsingör.
Von Ebst. Klampenberg 5'/a Km., von Kopenhagen per Dampfschiff 1 St. —Unterkunft: 2 Gasthöfe.
Soden, freundliches Städtchen mit 1500 Einw., 137 m., in einemmuldenförmigen Thale am südlichen Fusse des mittleren Taunus gelegenUnd im. Besitz von 24 theils warmen iheils kühleren kohlensäurehaltigenKochsahquellen (Temp. 15—30° C). Das Klima des gegen Norden durchbewaldete Hügel geschlossenen nur dem West und Südwest frei geöffnetenKossolthals zeichnet sich durch gleichmiissige Wärme (Sommermittel18.7 ° C.) aus. Im Vergleich mit dem nordöstlichen Deutschland zeigtschon der Mai (12.8 ° C.) angenehme VV r ärmeverhiiltnisse. Der Hoch-sommer pflegt manche heisse Tage zu bringen, wenn auch die Tempe-ratur nie die Höhe der tiefer gelegenen Grossstädte, wie Berlin oderFrankfurt a/M., erreicht, wobei der Antagonismus zwischen Berg- undThalwind Soden günstig beeinflusst. Der Herbst hat ähnlich günstigeVerhältnisse wie Wiesbaden. So wie die Wärme zeigt auch die imJahresmittel nur mit 67.7 % veranschlagte relat. Feuchtigkeit eine grosseConstanz. Von den 24 Quellen sind 9 gefasst und in Gebrauch undzwar 7 zur Trinkkur und 2 zur Herstellung von Soolbädern. Diewesentlichsten Bestandtheile der Trinkquellen sind das Kochsalz und dieKohlensäure. Die verschiedene Temperatur dieser Quellen und eine Bei-mischung von Kalk und Eisen (Calc. bic. 0.66—1.98, Ferr. bic. O.Ol bis°-05) modificiren die Wirkung. Zu den Quellen mit geringstem Koch-salzgehalt gehören No. I der Milchbrunnen (Natr. chlor. 2.42. IV. CO,951 c.c.; Temp. 24.5° C.) und No. III der gegen chronische Laryngeal-lm d Bronchialkatarrhe viel benutzte Warmbrunnen (Natr. chlor. 3.42,fr- C0 2 1015 c.c; Temp. 23° C). In Dosen von 200—250 Gramm mehr-mals täglich genommen wirken sie als Digestivmittel ohne wesentlichenEmfluss auf die peristaltische Bewegung. Reicher an Kochsalz undKohlensäure ist No. XIX der sehr beliebte Champagnerbrunnen(Natr. ch]o r . 6.52, fr. CO, 1389 c.c; Temp. 15°C), der pur oder inVerbindung mit Milch oder Molken zur Anregung der gastrischen Thätig-kei t benutzt wird. Weit reicher an Kochsalz sind No. Vlb derSchwefelbrunnen, No. XVIII der Wiesenbrunnen, No. Via derW ilhelmsbrunnen mit No. IV der Soolbrunncn (Natr. chlor. 14.23,