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Handbuch der speciellen Klimatotherapie und Balneotherapie : mit besonderer Rücksicht auf Mittel-Europa zum Gebrauch für Aerzte
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Schlangenbad.

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"ad Schinzbach, auch Habsburger Bad genannt, sich befindet. In dem-selben wird eine sehr ergiebige Qyps und Kochsalz führende Schwefel-wasserstofftherme (Calc. sulf. 1.09, Calc. bic. 0.56, Natr. chlor. 0.58,HS37.8c.c, fr. C0 8 91c.c; Temp. 2835° C.) in Trinkkuren, Bädern(besonders langfristigen) und Inhalationen zur Benutzung gebracht. Wahr-scheinlich in Folge von zeitweiliger Beimischung von Aarwasser schwanktdie Temperatur so wie auch der Schwefelwasserstoffgehalt der Quelle.ßie mittlere Sommertemperatur ist 18.2° C. Als Indicationen gelten:< bremische Exantheme, Skrophulose, chronische Katarrhe des Nasen-rachenraums und des Larynx, Emphysem, Asthma, Rheuma und Gicht.Für manche Fälle wird eine Trinkkur mit der benachbarten WildeggerJodquelle (siehe Wildegg) verordnet.

Schinznach ist Ebst. der Lin. Olten-Zürich. Unterkunft: Kurhaus mit 22C Z.(Pens, mit Z. 7 fr.); Bäder: 11.50 fr. 3 Aerzte; Kurzeit: 15. Mai bis EndeSe Pt.; Frequenz: 700. Litt.: Hemmann 64; Amslei-80; Dronke (B. kl. W.) 87.

Schlangenbad, kleiner nassauischer Kurort, mitöOOEinw., 313 m.,am südlichen Abhänge des Taunus in einem von Laubholzwählern ein-gelösten tiefeingeschnittenen Wiesenthaie reizend gelegen, ausgezeichnetdurch seine indifferenten Thermen. Auf der Seehöhe und dem Reich-tum der Vegetation beruht der Charakter des Klimas, ein ausge-sprochenes Waldgebirgsklima. Die mittlere Sommertemperatur ist1 ~'~ i " C. Durch den früh und Abends lebhaft stattfindenden Luftaustauschzwischen Höhe und Thal erfolgt häutig eine merkliche Abkühlung derLuftschichten, die aber ebenso deutlich von dem wohlthätigen Gefühl<le r Lufterneuerung begleitet ist. Die relative Feuchtigkeit ist jedenfallsziemlich hoch. Schlangenbad gehört zu den kühleren Wildbädern. Vonde n 9 benutzten Quellen ist die Schachtquelle, welche die Räder ander Südseite des mittleren Kurhauses speist, die wärmste (31 °C). DieAnwendung von Rädern mit der gewöhnliehen Temperatur von 33 bisC. erfordert eine geringe Erwärmung des Quellwassers. Radendeloben die eigentümliche sammetartige Weiche des Wassers. Die be-ruhigende Wirkung dieser Räder äussert sich bei vielen Neurosen (Neu-rasthenie, Neuralgie, Migräne), bei Reizzuständen in Folge von Uterin-eiden (Hyperämien, Dysmenorrhoe) und in abendlicher Anwendung beiSchlaflosigkeit. Auch bei den mit Hautreizung verbundenen Exanthemen(Eczem, Urticaria, Acne, Prurigo) kann man sich einen günstigen Ein-lu ss versprechen. Man verordnet auch die Trinkkur und zwar gegennervöse Dyspepsie und chronische Katarrhe mit dem Charakter des Ere-

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