.318
San Romo.
P. 11. T. — Unterkunft im sehr geräumigen Kurhaus (Pens, mit Z. von 3'/j fl.an) mit Badeanstalt.
San Remo, oberitalische Stadt mit 18000 Einw. und hervorragenderklimatischer Winterkurart liegt unterm 43" 48' n. Br. in einer sanftge-schwungenen Bucht, zu welcher das Capo Nero den westlichen Eintritts-punkt bildet. In wellenförmiger Linie zieht sich das Gestade bis zumöstlichen Endpunkt der Bucht, dem Capo Verde, hin, indem es einen5 Kilometer langen Bogen von geringer Tiefe dem vollen Süden öffnet.Ziemlich in der Mitte der Bucht springt die neue Stadt an der Küstemeerwärts vor, und giebt so zur Bildung einer West- und OstbuchtA'eranlassung. Hinter ihr am Abhänge eines Hügels, in gedrängtenHäuserreihen aufwärts steigend, erhebt sich die alte Stadt. Die an denStadthügel westlich und östlich angrenzenden Thäler werden nach Nor-den, Osten und Westen durch ansehnliche Hügelzöge geschlossen undgewähren in dem wellenförmigen Terrain ihrer Abhänge windstille Lagenund hübsche Plätze für eine immer weitere Ausdehnung des Kurortes.Nirgends treten steile Felswände bis in die Nähe des Ufers, sondern derBergzug, welcher von den ligurischen Alpen in südlicher Richtung vor-dringt, schickt nur Hügelreihen gegen Bordighera und gegen das Städt-chen Taggia hin, und diese umspannen terassenl'örmig die Bucht vonS. Remo. Durch diesen stufenförmigen Aufbau verstecken sich dieSchneegipfel der Seealpen vor der Stadt; aber sie gewähren gegen Nor-den den ersten vortrefflichen Schutz. Ein solcher ist auch gegen Nord-ost und Nordwest vorhanden, doch macht sich der Nordostwind (Greco)zuweilen in der Bucht bemerklich und bezeichne! eine etwa 14tägigekältere Periode des Winters. Ost und West haben ein ebenso freiesSpiel wie in der Wostbueht von Mentone, und zwar ist der Ost derenergischste und häufigste von den S. Kemo berührenden Winden.Gegen Kode Februar und im .März steigert sich der Ost bisweilen zumSturm und ist durch seine Trockenheit reizbaren Patienten, besondersBlutspuckern, gefährlich. Vom .Mistral ist in S. Remo kaum mehr die\U'(\c; er tritt niemals als richtiger Nordwest, sondern abgelenkt alsWest oder selbst als Südwest auf. Linzeine starke Stösse werden imNovember und im Februar und März verspürt. Sein Linlluss auf dasSinken des Psychrometers und Steigen des Barometers tritt deutlichhervor. Die Südwinde treten als Regenbringer am häufigsten in derAequinoctialzeit auf. leider nicht immer häufig genug, um die Lull, gegenallzugrosse Trockenheit zu schützen. Die Brisen können gegen das