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Pisa.
lung clor Tageswärme ist besonders dadurch markirt, dass die Tempe-ratur, nachdem sie in massigem Ansteigen ihre Mittagshöhe erreicht hat,von dieser bis zum Abend nur wenig einbüsst. Das breite Flussthal.die in der Nähe befindlichen Teiche, die geringe Entfernung des Meeresund der Mangel trockener Winde bedingen einen hohen Grad von Luft-feuchtigkeit. Mit einem Mittel von 81°/ 0 für den Winter tritt Pisaneben Pau und Venedig in die Reihe der an Wasserdampf reichen Kur-orte. Dem Feuchtigkeitsgrad entspricht die Stärke und Zahl der Nieder-schläge. Die 3 Wintermonate haben 31 Regentage. Die endemischenGesundheitsverhiiltnisse sind nicht besonders günstige. Die Mortalitäts-zifFer ist 30% 0 (1:33) und 10 Procent aller Todesfälle wird auf Phthisegerechnet, also weniger wie die allgemeine Statistik (14%) ergiebt.Bronchialkatarrhc sind häufig, ebenso Darmkatarrhe mit Neigung zuDiarrhöen, Hyperämien der Leber und Rheumatismen. Entzündungender Lunge und Pleura verlaufen meist günstig. Pisa ist durch vorzüg-liches Trinkwasser ausgezeichnet, welches von den Monti Pisani derStadt zugeführt wird. Die feuchte Wärme des Klimas beschränkt dieWasserabgabe von Haut und Lungen, wogegen sie die Absonderung derNieren und anfangs auch des Darmkanals steigert. Die starke Ver-mehrung der Urinabsonderung ist dem Ankömmling besonders auffällig,der vor seiner Akklimatisation auch leicht vorübergehend an Durchfallleidet. Thomas notirte einen sehr günstigen Erfolg bei Nierensteinen,wo die reichliche Secretion den Abgang der Concremente beförderte.Weil bei gewöhnlichem oder wenigstens nicht merklich vermindertemAppetit der Stoffwechsel im ganzen langsamer vor sich geht, ist Zu-nahme des Körpergewichts bis zur Wohlbeleibtheit nicht selten. AlleSchleimhäute secerniren leichter. Es tritt eine Beruhigung des Nerven-systems ein, die sich durch Phlegma und festeren Schlaf zu erkennengiebt. Besonders indicirt ist das Klima von Pisa bei Katarrhen desLarynx und bei trockenem Katarrh der Bronchien. Auch bei Asthmaund Emphysem sind die Wirkungen oft sehr befriedigend. Der RufPisas bei Katarrhen, die andernorts nicht weichen wollen, ist ein inItalien so verbreiteter, dass er sogar aus Sicilien Kurgäste heranlockt.Günstig wirkt auch das Klima bei Darmkatarrhen mit Neigung zu Ob-struetion. Bei chronischer Pneumonie und beginnender Phthise ist Nei-gung zu Blutungen zu berücksichtigen, zu denen plötzliche Schwankungendes Barometers und der Witterung leicht Veranlassung geben. Trittder Südwest etwas stürmisch auf, so influirt er auf erethische Subjccte,