Oetz—Oeynhausen.
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Von Ebs\. Mfihleborn (Lin. Znrich-Chur) 1 St. — Unterkunft in 2 Gasthöfen(Pens. 5-6 fr.).
Oetz, grosses Dorf in Tirol an der Oetzthaler Ache, am Fusse desAcherkogels, 820 m., eine seit Eröffnung der Arlbergbahn sehr beliebteSommerfrische.
Von Ebst. Oetzthal (Lin. Innsbruck-Bludenz) Post zweimal tägl. in 1 St. bisOetz. — Unterkunft in 2 Gasthöfen.
Oeynhausen (Rehme), westfälisches Städtchen mit 2400 Einw.,?! m., am rechten Ufer der Werre kurz vor ihrer Mündung in dieWeser, unfern der Porta Westfalica, mit ziemlich gleichmässig warmemdoch besonders im Frühjahr windreichem Klima (mittl. Sommertemp.17.0° C). Das Heilmittel, welchem Oeynhausen seinen weifverbreitetenRuf verdankt, sind 3 kohlensäurereiche Thermal&oolquellen. Sie tretenaus 3 über 600 Meter tiefen Bohrlöchern in einer Temp. von 25—33° C.zu Tage, enthalten 28—347 00 Kochsalz, etwas Glaubersalz und Gypsund 612—754 c.c. freie Kohlensäure. Die Hauplquelle ist die desBohrloches No. I (Natr. chlor. 34.49, Natr. sulf. 3.52, Calc. sulf. 3.15,fr- C0 2 754 c.c; Temp. 27° G). Ausserdem sind 2 gewöhnliche kalteKoolqucllen vorhanden, die des Bülowbrunnens, eine schwerere (Natr.,; hlor. 85.63, Natr. sulf. 3.34, Calc. sulf. 3.24) und eine leichtere (Natr.c »lor. 35.81, Natr. sulf. 3.12) Soole, und endlich existirt noch eineschwächere gypshaltige Kochsalzquelle, der sogenannte Bitterbrunnen(Natr. chlor. 12.06, Calc. sulf. 3.24). Die Hauptrolle spielen die Thermal-«oolbäder, welche in 2 Badehäusern aus der unmittelbar in die Wanne'liessenden Quelle bereitet, und, wo höhere Temperaturen ei forderlichs i"d, nach Schwarz "scher Methode erwärmt werden. Für die gewöhn-lichen Soolbäder (3 bis 10 procentig) aus dem Biilowbrunnen sind2 andere, mit Süsswasserleitung versehene Badehäuser vorhanden. Nächst<*en Bädern sind die Inhalations-Vorrichtungen für zerstäubte Soole vonBedeutung. Sie kommen in einem grossartig angelegten und gut venti-Krten Sooldunstbade zur Anwendung. Auch ist noch der Gradirwerke•'er Saline Neusalzwerk zu gedenken, welche sich in unmittelbarerNähe des Bades befinden. Verhältnissmässig geringwerthig sind die-jenigen, welche etwa mit verdünnter Thermalsoole, verdünntem und mitKohlensäure imprägnirten Biilowbrunnen und mit dem Bitterbrunnenausgeführt werden. Die Heilanzeigen Oeynhausens sind ziemlich dieselbenw 'e die von Nauheim: Skrophulose, Rheuma, Gicht, Frauenkrankheiten.Neuralgien (insbesondere Ischias), peripherische Lähmungen. Tabes. In