Nizza.
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emporsteigenden Borgen gegen die Nordwinde oino Schutzmauer. Diesewird aber durch einen Fluss, den Paillon (Paglione), durchbrochen, dessen300 Meter breites, wasserarmes, oft fast trocknes Bett mitten durch dieStadt sich hinzieht. Hügel, welche vom Mont Chauve gegen Südost undSüdwest dem Meere sich nähern, schützen das Delta des Paillon ziem-lich gut gegen Nordost aber ungenügend gegen Nordwest. Die Ausdeh-nung der auf dem linken Ufer des Flusses gelegenen allen Stadt wirddurch einen isolirten bis dicht an das Meer vorspringenden Berg, denSchlossberg, beschränkt, während auf dem rechten Ufer, von der alsPromenade des Anglais berühmten Strandpromenade landeinwärts, einimmer weiter um sich greifendes Fremdenviertel sich frei entwickeil.Zu dem unmittelbar am Strand gelegenen Quartier haben die Windemeist freien Zutritt; so der vom Nordwest zum West und selbst zumSüdwest abgelenkte Mistral, die Ostwinde, die Brisen und die vom Hoch-gebirge her längs des Plussthals vordringenden Bergwinde. So entstehtjene Unruhe in der Atmosphäre, welche einen so oft gehörten Vorwurfgegen Nizza bildet. Je mein- man sich aber landeinwärts in die nachden Hügeln zu belegenen Quartiere begiebt, um so mehr schwächt sichder stimulirende Eindruck der Sirandgegend ab. Die mittlere Tempe-ratur des Winters ist mit 9° (.'. nur wenig niedriger wie die von Men-tone. Die durchschnittliche Minima Item p- ist —3°, doch ist ausnahms-weise schon stärkere Kälte vorgekommen. In guten Jahren, wie siehäufig sind, sinkt das Thermometer nicht unter Null, und der Winterbleibt milde. Wobl zu beachten sind aber die schroffen Abstände derTemp. zwischen Schatten und Sonne (10—15° C. und darüber), zwischenJörgen und Mittag, zwischen windiger und windgeschützter Lage undd ie geringe Zunahme der Wärme, welche trotz des höheren Standes derSonne i n dem stets sehr windreichen März stattfindet. Die mittlerer elat. Feuchtigkeit des Winters ist nur 63 %, und vorübergehend kanndl e Trockenheit der Luft hochgradig werden. Die jährliche Regenmenge(698 m.) ist wesentlich das Ergebniss gewaltiger Güsse, welche in dieAequinoctialzeit fallen. Im Winter beschränkt sich die Zahl der Regen-tage auf 17. Schneefall ist nicht häufig und der im December 1887gefallene massenhafte Schnee geradezu eine Ausnahme. Nebel sind seltenund weichen der Vormittagssonne. Nach Sonnenuntergang linde! häufigstarker Thaufall statt, so dass, wer um diese Zeit im Freien verweilt,das Gefühl hat, als werde ihm ein feuchter Mantel um die Schulterngeworfen. Di,. Nachrichten über den endemischen Gesundheitszustand
Reimer, Klimata- und Balneotherapie, 19
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