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Handbuch der speciellen Klimatotherapie und Balneotherapie : mit besonderer Rücksicht auf Mittel-Europa zum Gebrauch für Aerzte
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MailandMalaga.

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Alpenkette. Nadel- und Laubholzwaldung mit Ruheplätzen ganz in der

Nähe. Milch und Molke».

Vi.iii Ebst. Biel (Lin. Oiten-Biel-Neuenburg) 7 Min, 6is zu der in 20 Min. hinauf-fahrenden Drahtseilbahn. P. u. T. Unterkunft im Kurhaus mit 87 Z., vielemit Balcon (Pens, mit Z. 811 fr.). Aerzte in Biel.

Mailand (Milano), die Hauptstadt der Lombardei, unterm 45°48' n. Br., 233 m., mit 262000 Einw., hat ein vollständig continentalesKlima. Im Sommer erreicht die Temperatur dieselbe Höhe wie aufSicilien, im Winter sinkt sie unter das Niveau derjenigen des unterenRheingebietes. In der von Kanälen durchzogenen Pb-Ebene zwischenAlpen und Appeuin gelegen, ist die Stadt von keiner Seite her genügndwindgeschützt. Nord, Nordost und Nordwest herrschen vor, und dieseWinde, welche fast ausnahmslos höhere schneebedeckte Bergzüge be-rührt haben, fuhren der Stadt kältere Luftschichten zu. So ist die mitt-lere Wintertemperatur nur 1.9, das mittlere Minimum1.9°, das ab-solute Minimum sogar17.2" ('. Die Zahl der jährlichen Schneetageerreicht die Ziffer 18, die Feuchtigkeit ist bedeutend. Alle für niedereTemperaturen und Witterungswechsel Empfängliche, insbesondere Brust-kranke, thun gut daran auf ihrem "Wege nach dem Süden, einem Win-teraufenthalt in Mailand auszuweichen. Besonders ist vor dem Besuchder zur Winterszeit, eisigkalten Brera zu warneu.

Malaga, wichtige Hafenstadt mit 116000 Einw. unterm 36°43' n. Br.,111 einer weit nach Süden geöffneten Bucht: Spaniens einziger klimatischer" interkurort von hervorragender Bedeutung. In ihrem westlichenDrittel wird die Stadt vom Flussthal des Guadalmedina durchbrochen,welcher, für gewöhnlich trocken, nur dazu bestimmt zu sein scheintal len Unrath der Stadt in sein Haches und sandiges Bett aufzunehmen,bis er sich urplötzlich durch Schneeschmelzen im Hochgebirge in einenreissenden, unheilbringenden Strom verwandelt. Der alte Theil derStadt enthält meist krumme, enge, übelriechende Gassen arabischen Ge-präges, der neue dagegen hat breite Strassen von moderner Bauart,welche sich nach dem Quai hinziehen und das von dem Handelsstand«öd den Fremden bevorzugte Stadtviertel von Alameda bilden. DieRandgebirge, welche die ändalusischen Hochebenen nach Süden begrenzenu «d sich hier und da in seeundären Ausläufern dem Meeresufer nähern,umschliessen in weitem Halbkreis die Bucht von Malaga und schützensie gegen die reinen Nordwinde. Dagegen dringt der Nordwest durcheinen tiefen Einschnitt in den zackigen Felswall der Sierra de Ante-