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Gastein.
thale, als Sommerfrische eine Filiale des benachbarten, 25 Min. ent-fernten Partenkirchen, dessen Lage aber eine windgeschütztere und wär-mere ist.
(iute Unterkunft in 6 Gasthöfen. — Arzt u. Apotheke am Ort.
Gastein im Herzogthum Salzburg, berühmte indifferente Thermeim Alpenklima, besteht aus den beiden Badeorten Wildbad Gasteinund Hofgastein. Ersteres, ein Complex von etwa 50 Häusern, liegt,1048 m., im engen Thale der Ache, deren Wasser, den erhabenen Ein-druck der alpinen Landschaft noch erhöhend, mitten im Kurort mitlautem Getöse herabstürzt. Allseitig von Bergen umschlossen ist Wild-bad Gastein fast vollständig windfrei. Nur der Südwind, welcher be-sonders im März und November mit Heftigkeit auftritt, berührt denKurort. Das Klima ist bei der hohen Lage des Ortes recht frisch(Sommermittel 14.1° C.), aber auch feucht und reich an Niederschlägen.Selbst Schnee fällt bisweilen noch mitten im Sommer. Juli und Augustsind besonders regenreich; man rechnet auf jeden der 3 Sommermonate17 Regentage, auf jeden Frühlings- und Herbstmonat deren 9, wobeiaber auch Niederschläge von nur einigen Stunden mit eingerechnet sind.Im Allgemeinen sind deshalb auch Frühling und Herbst Gasteins besteKurzeit; doch ist wohl zu bedenken, dass die Temp. des April nur 5.5°,die des Mai 10.4, des September 11.6° und des October 8.6° beträgt.Für diese Monate hat man sich mit vollständiger Winterkleidung zuversehen. Von den 18 Quellen des Kurorts sind nur 9 gefasst, nur 6von ihnen sind in Benutzung. Sie sind arm an mineralischen Bestand-teilen und besitzen eine Temperatur von 26 — 48" C. Die Wirkungder Bäder ist dieselbe wie die der andern gleich hoch temperirten Wild-bäder, also wie Teplitz oder Wildbad, aber es tritt zu ihr noch dieroborirendc Wirkung des Höhenklimas. Häufig wird vom Gebrauch derBäder eine verstopfende Wirkung beobachtet, so dass gleichzeitig leichteLaxantia gebraucht werden müssen. Zustände von Schwäche und Er-schöpfung, von Marasmus senilis bilden die gewöhnlichen Indicationen.Hieran reihen sich rheumatische und gichtische Residuen, Neuralgienund Lähmungen, letztere, wo sie centralen Ursprungs sind natürlich nurmit der nöthigen Rücksicht auf das Klima und eine passende Tomperi-rung der Bäder. Im Hochsommer ist Gastein oft so überfüllt, dass derKurgast genöthigt ist seine Zuflucht zu dem 177 Meter niedriger (869 m.)gelegenen Hof-Gastein zu nehmen, wo die Quellen des Wildbades miteinem Leituntrsverlust von circa 7.5°, also noch 35" C. warm eintreffen.