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Handbuch der speciellen Klimatotherapie und Balneotherapie : mit besonderer Rücksicht auf Mittel-Europa zum Gebrauch für Aerzte
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Cudowa.

brunnen sehr nahe stehenden Apollinisquelle beträgt mehr wie 4 Mil-lionen Krüge jährlich, wovon die Hälfte nach England und Amerikagehen. Frischer wie Soden oder Wiesbaden ist doch das Klima imganzen milde, und macht es zu Kuren gegen Magen- und Lungenkatarrheganz geeignet. Im Badehause können auch Mineral- und Gasbäder ge-nommen werden.

Von Ebst. Cronberg (Lin. Frankfurt a/M.-Cronberg) ist Cronthal im Wagen 20,von Soden ebenso 40 Min. entfernt. Unterkunft im Kurhause (Pens. 4y 2 Mk.tägl.). 3Aerzte, 1 Apotheke im nahen Cronberg. Kurzeit: 1. Mai bis 1. Oct.;Frequenz: 600. Litt.: Grossmann 87.

Cudowa, Kurort in der Grafschaft Glatz, 400 m., in einer am Süd-westabhange der Heuscheuer gelegenen nach Westen offenen Thalmuldemit 4 kohlensäurereichen alkalischen Eisenquellen. Neben ihrem beach-tenswerthen Gehalt an doppeltkohlensaurem Natron führen sie etwasGlaubersalz und eine geringe Menge von Arsenik. Zur Trinkkur benutztman die Trink- oder Eugenquelle (Ferr. bic. 0.06, Natr. bic. 1.29,Calc. bic. 0.58, Natr. sulf. 0.30, Ferr. arsenicic. oxydul. 0.0025 0 / 00 , freieC0 2 1200 o.e., Temp. 11° C.) und die neue Quelle (Ferr. bic. 0.04,Natr. bic. 0.70, Calc. bic. 0.65, Magnes. bic. 0.20, Lith. bic. 0.018),welche fast arsenfrei ist, dagegen mehr erdige Bestandtheile und einwenig Lithion enthält. Zu Bädern dienen der Ober brunnen unddie Gasquelle. Gegen Nord- und Ostwinde durch bewaldete Höhen-züge gut geschützt hat Cudowa ein windstilles, äquables, ziemlichfeuchtes Klima. Vergleicht man Cudowa's Quellen mit denen der her-vorragendsten Eisenwässer Deutschlands, so sieht man, dass es Schwal-bach, Driburg und Pyrmont gegenüber nur die Hälfte an Eisen besitzt,an freier Kohlensäure ihnen sehr nahe steht. Der Natrongehalt ist re-lativ bedeutend und übertrifft den von Franzensbad, während bezüglichder Glaubersalzmenge Cudowa nur mit den Kniebisbädern auf einer Stufesteht. Die Kohlensäure, welche nur locker gebunden ist, leicht ent-weicht und in den durch Warmwasserzusatz erwärmten Bädern lebhaftperlt, wird auch zu trocknen Gasbädern benutzt. Ausserdem hat manMoorbäder aus einem fast 7 Procent Eisenvitriol enthaltenden Moor,vortreffliche Dampfbäder und Douchen sowie eine Molkenanstalt. DieHauptwirkung der Quellen gegen Chlorose und Anämie wird nach Jacobdurch den im Liter 11'/ 2 Milligramm betragenden Arsengehalt wesent-lich erhöht. Er sah auch die Acne Chlorotischer unter dem Gebrauchder Trinkkur zuerst erheblich zunehmen, um nach Vollendung der Kur