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Contrexeville—Corfu.
bereiten 1 ). Das plötzliche Eintreten des Südwindes bewirkt manchmalein Steigen des Thermometers um 10" und gleichzeitig starke nervöseDepression. Das Temp.-Mittel des Jahres ist 14.3° C, der mittl. Luft-druck im Meeresniveau ist 761.90, die Extreme 780.6 und 736.1; diemittlere jährliche Regenmenge ist 711 mm., die Zahl der jährlichenBegentage ist 82. Der Gesundheitszustand der Stadt hat sich seit dengrossen Bränden von 1865 und 1866 durch Verbreiterung und Ver-besserung der Strassen, hauptsächlich aber durch Anlegung der Wasser-leitung aus dem Dorfe Belgrad, bedeutend gebessert, wenn auch das er-bärmliche Pflaster der engeren Gassen zu Staub, Schmutz und Verunreinigungen der Luft reichliche Veranlassung giebt. Im Juli und Augustsind Diarhöen, Dyssenterie und begleitende Hepatitis sehr gewöhnlich.Die Cholera ist in Constantinopel nur in massiger Verbreitung aufge-treten. Im Winter sind Diphtherie, Bronchitis, Pneumonien und Rheu-matismus mit Ilerzaffectionen rocht häufig. Phthisis ist stark verbreitet.Unter den akuten Exanthemen sind die Pocken am meisten gefürchtet.
Litt.: Armand 7.'); Lombard 79; Hann, Meteorolog. Zeitschr. 87.Contrexeville, französisches Vogesendorf am Eusse der Monts Fau-cillcs, 350 m., welches 3 erdige Mineralquellen mit einem Beigehalt vonGlaubersalz besitzt. Es sind die zur Trinkkur benutzte Pavillonquelle(Natr. sulf. 0.24, Calc. sulf. 1.12, Calc. bic. 0.45, fr. CO, 51) c.c; Temp. 10°)und die nur zu Bädern und Douchen benutzten Badequelle undSource du Quai. Das Sommerklima ist kühl und veränderlich. Nieren-und Blasenleiden sind die gewöhnliche Indication, nächstdem Arthritis.
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Corfu, die Hauptstadt der gleichnamigen griechischen Insel, mit25000 Einw., liegt unterm 39° 37' nördl. Breite, also etwa l 1 /, Gradsüdlicher wie Neapel und Constantinopel. Sie kann als klimatischerWinterkurort in Frage kommen. Nach Norden sieht sie unter demSchutz einer von Ost nach West streichenden 800—900 Meter hohenGebirgskette. Ein weniger guter Windschutz gegen die Südwinde wirddurch eine im Süden der Stadt befindliche Erhebung, deren höchsterPunkt der Monte Deca (580 m.) ist, hergestellt. Gegen Osten erhebensich jenseits des Kanals, der Corfu vom Festlande trennt, die Berge
') In der zweiten Novemberwoche 1888 traf ich in Constantinopel bei einerTagestemperatur von 5—10° C. starken Schneefall.