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Handbuch der speciellen Klimatotherapie und Balneotherapie : mit besonderer Rücksicht auf Mittel-Europa zum Gebrauch für Aerzte
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Baden in Baden.

Winters mit 1.0", wenn man sie mit andern Orten in Vergleich stelltnicht so hoch, wie man häufig annimmt. Dagegen wird durch den gutenWindschutz, durch die von der ziemlich hohen Feuchtigkeit (86%) ge-tragene Aequabilität der Wärme und durch behagliche Wohnungsver-hältnisse der Winteraufenthalt in Baden für Kranke leicht ermöglicht,und durch das zeitige Frühjahr und den weit hinausgeschobenen Herbstverdient Baden mit Recht den Namen einer Uebergangsstation nach undvon dem Süden. Die überaus ergiebigen Quellen, über 20 an der Zahl,besitzen eine Temp. von 4469°. Fast alle sind jetzt in der Haupt-stollenquelle vereinigt. Ihr Gehalt an Kochsalz beträgt nur 2% 0 - Vonihren übrigen Bestandteilen pflegt ein Minimalgehalt von Chlorlithium(0.05) und arseniksaurem Kalk (0.0007) als bedeutungsvoll hervorge-hoben zu werden. Mit Rücksicht hierauf wird die Trinkkur betrieben(28 Becher zu 250 gr. tägl), indem man sich von dem Lithium eineHeilwirkung auf Lithiasis und Arthritis, vom Arsen eine solche aufchronische Exantheme, hartnäckige Malaria und Neurosen ver-spricht. Der sedative Charakter des Klimas kommt vielen Lungenkranken,Reconvalescenten und Schwächlingen zu gute, die vorzüglichen mannich-faltigen Bade-Einrichtungen allen jenen, die man überhaupt an die Wild-bäder zu weisen pflegt, besonders Rheumatikern und Gichtischen.Auf Herzkranke ist die durch Waldwege mit abwechselnder Steigungermöglichte Einrichtung Badens als Terrainkurort berechnet. DieseKranke sowie solche mit motorischen Störungen finden überdiesin der Anstalt für mechanische Heilgymnastik im Friodrichsbad passendeHülfsmittel. Für jeden Erholungsbedürftigen ist Baden im Frühjahrund Herbst durch die Anmuth der Gegend und durch seine vorzüglichensocialen Verhältnisse eine der angenehmsten Stationen.

Von Ebst. Oos (Lin. Heidelberg-Basel) führt eine Zweigb. in 10 Min. nachB.-B. Unterkunft: üeber 10 Hotels [.Ranges (Victoria. Europäischer, Hollän-discher, Badischer Hof, Hot. Stephanienbad, Minerva etc.) u. ebensoviele II. Ranges(Hirsch. Petersburger, Darmstädter, Deutscher, Bayrischer Hof etc.), sowie Villen u.Hotels garnis in grosser Menge dienen zur Aufnahme der Kurgäste. Badean-stalten: Die berühmteste ist das hochelegante Friedrichsbad, in welchem alle er-denklichen Badeformen (Heissluft-, Dampf- u. Wildbäder so wie auch elektrischeBäder) zur Anwendung kommen (1 Bad 70 Pf. 3 Mk.). Ausserdem befinden sichBäder in vielen Hotels. Kurtaxe: 1 Pers. pro Monat 8, pro Jahr 20Mk. Mecha-nische Heilgymnastik: Für den ersten Monat 25, für den zweiten 20, für dendritten 15 Mk. Geber 20Aerzte, darunter verschiedene Specialisten. Haupt-saison 1. Mai bis 31. Oct, aber auch Winterkur. Litt.: Heiligenthal 77. 79; Freyu. Heiligenthal 81: Baumgärtner, v. ('<nv.il etc. 80.