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Alexisbad —Algier.
thal zeichnet sich durch die Ueppigkeit und Mannigfaltigkeit seinertheils aus Laubholz theils aus Nadelholz bestehenden Waldungen aus.Hierauf beruht auch, bei einer Seehöhe von 325 m., die reine, staub-freie, massig bewegte und ziemlich feuchte Luft (Sommermittel derrel. F. 80°/ 0 )i s0 w i e die Fülle schattiger angenehmer Spazierwege(Victorshöhe, Mägdesprung, Bodethal etc.). Sommerregen sind natür-lich nicht selten. Als Trinkquelle dienen der Alexisbrunnen (Ferr. bic.0.04, Magn. bic. 0.02, fr. CO a 295 c.c.) und der ihm ähnliche Freund-schaftsbrunnen. Der Gehalt an doppelt kohlensaurem Eisen ist grossgenug um Heilwirkungen hervorzurufen; die relativ geringe Menge freierKohlensäure (etwa nur der dritte bis vierte Theil unserer angesehenstenEisenwässer) wird, wo es erforderlich erscheint, durch Imprägnationverstärkt. Zu Bädern (Erwärmung nach Pfriem'scher Methode) wirdder Selkebrunnen (Ferr. chlor. 0.10, Ferr. sulf. 0.05) angewendet. Dievermeintlich adstringirende, styptische Wirkung des Eisenchlorürs undEisenvitriols (vermöge welcher Alexisbad Muskau an die Seite gestelltwurde) und die darauf beruhende Heilwirkung bei aufgelockerter Schleim-haut und bei Geschwüren wird mit Recht wegen der Schwäche derEisenlösung bezweifelt. Ausserdem Soolbäder mit Leopoldshaller Salz,Fichtcnnadelbäder, Douchen, Wellenbäder. Massage und Elektricität. Dieländliche Stille des nur aus 15 Gebäuden bestehenden Ortes, die Abwesen-heit von Fabriken, das ausgezeichnete Waldklima, die Mitwirkung einerEisentrinkquelle mittleren Grades und die verschiedenen Badeformenmachen Alexisbad zu einem bevorzugten Sommeraufonthalt für Blutarme,Geschwächte, Neurasthenische und Erholungsbedürftige. Für Familienmit Kindern ist die stete Ueberwachung durch den anwesenden Arztvon besonderem Werth.
Man erreichl A. mit der Post von Ebst. Gernrode (Lin. Frose-Ballensfedt-Qued-linburg) in 2, \un Ebst. Ballenstedt in 2'/ 2 St. — Unterkunft: Kurhaus Alexis-bad, Goldene Rose, Logirhäuser und Villen der Verwaltung (Pension 3—5 Mk. tftgl. ;Kurtaxe ;S Mk. wöchentl. Kurzeit: 25. Mai bis 15. Sept.; Frequenz: 000. —Litt. Kothe 83.
Algier (französ. Alger), mit 62 000 Einwohnern, die Hauptstadtder französ. Kolonie Algerien in Nordafrika, unterm 36° 47' nördl. Br.,in einer halbkreisförmigen, nach Nordosten geöffneten Hai gelegen, istein auch von Deutschland aus besuchter klimatischer Winterkurart. ImRücken der Stadt befindet sich, nach dem Atlasgebirge ansteigend, einefruchtbare, von den 150—400 m. hohen Sahelhügeln eingefasste Ebene,die Metidja. Das Terrain, auf welchem die Stadt erbaut ist, isl sandig