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Handbuch der speciellen Klimatotherapie und Balneotherapie : mit besonderer Rücksicht auf Mittel-Europa zum Gebrauch für Aerzte
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WM

Aachen.

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wird auch das in den Badehäusern fliessende Thermalwasser der Rosen-quelle, Cornelius- und Quirinusquelle oder der Brunnen in der Peters-strasse hierfür benutzt. Ausserdem hat die Stadtverwaltun»- einenSauerbrunnen hergestellt, indem sie die Kaiserquelle nach Verflüchtigunges Schwefels mit Kohlensäure imprägnirte. Die Badekur mit dem inlochgelegenen Reservoirs abgekühlten Thermalwasser besteht in Voll-bädern (3436° C.) von halbstündiger und längerer Dauer, wofür 110gemauerte Bassins vorhanden sind, in Douchen und Dampfbädern (9 anei Zahl), womit in geeigneten Fällen Inhalationen und Massage ver-bunden werden. Mit Bezog auf ihren Gehalt an kohlensaurem Natronu 'Hl Kochsalz können die Aachener Wässer, innerlich gebraucht, alsDigestivmittel gelten. Der Elisenbrunnen steht daher auch als Volks-mittel bei Katarrhen des Magens, des Darmkanals und deronchien, nierfur unter Mitbenutzung von Inhalationen, in Ruf. DieVerbindung der medicamentösen Behandlung der Syphilis mit der"Jueotherapeutischen, wie sie von Sigmund warm empfohlen wurde,in Aachen in so hervorragender Weise gepflegt worden, dass maneutzutage darauf rechnen kann, unter den Kurgästen etwa 70 Procent^Politischer zu finden. Man verbindet Einreibungen von 2 5 Gr.»g- einer, mit dem Gebrauch der Schwefelbäder, und die reiche Er-ahrung, welche die dortigen Aerzte in der Behandlung der Lues be-zen, die zweckmässigen Einrichtungen, ein wohlgeschultes Warteper-sooal, endlich auch das selbst im Winter milde Klima kommen diesenranken wesentlich zu gute. Reumont und mit ihm viele AachenerAerzte sehen die Schwefelwasserkur als Probirkur in Fällen an, wo dererdacht auf noch nicht vollständig beseitigte Syphilis vorhanden ist,er wo Zweifel darüber bestehen, ob die Ursachen einer geschwächtenonstitution in einem merkuriellen Leiden oder in syphilitischen RestenZU sudlen seien. Diese Ansieht beruht wesentlich auf den von Güntzangestellton Untersuchungen. Bei früher merkuriell Behandelten ge-lauehte er Aachener Bäder und fand danach Quecksilber im Harn.j ) ach Güntz so11 nun der wohlthätige Einfluss der Schwefelbäder daraufeiu J*en, dass sie nach Beseitigung der Quecksilber-Intoxikation das^Phihtische Gift aus seiner Latenz heraustreten lassen. Die Schwefel-Wasserkur bewirke Zerfall der Eiweisskörper daher auch des Quecksilber-a uminats, an welches das syphilitische Contagium bis dahin so gc-u.n gewesen sei, dass es keine Symptome hervorbringen konnte.ÄVÄwsfer fand;; bei Anwendung der Schwefelbäder die Ausscheidung