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2 (1858) Pharmakognosie des Thierreichs
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Oleum Ceti.

Fette.

Oleum Ceti.

fischthranartigen Geruch und Geschmack und wurde gegen Hornhaut-decke angewendet, llerbcrgev fand in demselben weder Jod nochBrom.

OLEUM CETI.

Wallfischthran.

Balaona Mysticetus L.

Syst. nat. Regio I. Auimalia vertebrata, Classis I. Mammalia, Ordo 12.Cetacea s. Natantia, Familia 2. Cetacea.

Der grönländische Wallfisch lebt jetzt nur im nördlichen Polar-meer und wird höchstens 70'lang. Er hat einen fischähnlichen,unbehaarten, oben schwarzen, unten weissen Körper, die vor-deren Extremitäten sind flossenartig, die hinteren fehlen, dieSchwanzflosse bildet eine horizontale knorplige Ausbreitung.Der Kopf ist gross, vom Rumpf nicht abgesetzt und enthält eingrosses Gehirn; die beiden getrennten Nasenlöcher sindnicht mehr Gcruchsorgan, sondern zu Spri tzlöchern umgestaltet,um das mit der Nahrung eingeschluckte Wasser auszustossen, undöffnen sich auf dem Scheitel, in einer Entfernung von IG' von derSchnauzenspitze; der Rachen ist sehr gross, aber der Schlund eng;im Oberkiefer finden sich zahlreiche sehr lange, hinter einandergereihte, nach unten verschmälerte Hornplatten, die Barten; derUnterkiefer ist zahnlos, breiter als der Oberkiefer, den erbei geschlossenem Maule umfasst, 16 — 20' lang, 10—12' breit;Ohröffnung kaum bemerkbar; Augen hinter und über dem Rachen-winkel, sehr klein. Der Körper ist nach hinten verschmälert, ohneRückenflosse; Brustflossen hinter der Rachenspalte, 7—9' lang,4 — 5' breit; Bauch ohne Furchen, glatt, eine dicke Specklagebedeckend; Brüste 2, beim Weibchen zu jeder Seite der Scharn-spalte; Schwanzflosse flach, halbmondförmig, 5—6' lang, 18—26'breit. Der Wall lebt von kleinen Seethieren, das Weibchen gebärt1—2 Junge. — Balaona australis, in den südlichen Meereneinheimisch, bat unten weniger Weiss und einen kleineren Kopf.

Die Finnfische, unterscheiden sich von den eigentlichenWallen durch die Rückenflosse (Riickenfinne), kurze Barten undden längs gefurchten Bauch; dabin gehören: Balaena boops, Bai.Musculus, Bai. rostrala, Bai. longimana. Die Pottfische mit derGattung Physeter haben keine Balten, aber wahre Zähne in demUnterkiefer, zu einer 0«ffnui>g vereinigte Spitzlöcher und einenunverhältnissmässig grossen Kopf. Die Delphine kommen mitden Pott fischen überein und weichen nur durch den verhältnissmässigenKopf und die in beiden Kiefern ausgebildeten Zähne ab. Die Finn-fische, Wallfische, Pottfische und Delphine bilden die Familie der